Wie gut ist die Versorgung?

Ärzte in München: So sieht es derzeit aus

München - Eine Grippewelle legt gerade viele Münchner lahm: Die Wartezimmer bei den Ärzten platzen aus allen Nähten. Aber wie gut ist München eigentlich medizinisch versorgt?

In welchen Stadtteilen gibt es die meisten Ärzte, wo sieht die Versorgung eher mau aus? Das Statistische Amt der Stadt München hat die neuen Zahlen zur ärztlichen Versorgung veröffentlicht.

3660 Ärzte wurden 2011 in München registriert. 86,7 Prozent arbeiten als niedergelassene Mediziner, der Rest (13,3 Prozent) sind Angestellte. Den größten Anteil machen mit Allgemeinmediziner aus: Im Stadtgebiet gibt es von ihnen 827, macht einen Anteil von 23 Prozent. Das Stadtzentrum ist überdurchschnittlich gut versorgt: Rund 30 Prozent aller Ärzte haben in den Innenstadtbezirken Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Maxvorstadt ihre Praxis. Das liegt an der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zu den Innenstadtkliniken, außerdem ist die Innenstadt gerade für hochspezialisierte Ärzte ein wichtiger Einzugsbereich: So praktizieren hier mit sieben Medizinern 65 Prozent der Fachärzte für Neurochirurgie.

Neuhausen-Nymphenburg zählt mit 312 niedergelassenen Ärzten nach der Innenstadt zum begehrtesten Mediziner-Quartier – hier kommen 290 bis 440 Einwohner auf einen Kassenarzt (siehe Tabelle und Grafik).Auch Schwabing-Freimann (243 Ärzte) und Pasing-Obermenzing (238 Ärzte) sind vergleichsweise gut versorgt. Schlechter sieht es dagegen am westlichen und nördlichen Stadtrand aus: In Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing und Feldmoching-Hasenbergl müssen sich mehr als 880 Einwohner einen Kassenarzt teilen. Negativer Spitzenreiter ist Milbertshofen-Am Hart: Hier ist ein Kassenarzt im Schnitt für 1281 Einwohner zuständig.

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Christina Schmelzer

Rubriklistenbild: © dpa

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