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Der Rentner und Zeitungsausträger Erich Boos trägt in den frühen Morgenstunden in Wiesbaden Zeitungen aus

Aber sie finden nicht passendes

Jeder vierte Mini-Jobber sucht mehr Arbeit

Wiesbaden - Jeder vierte Mini-Jobber auf 400-Euro-Basis würde gerne mehr arbeiten, findet aber keine passende Stelle. Weiteren 25 Prozent geht es ähnlich, doch sie fühlen sich nicht dazu in der Lage.

Von den ausschließlich geringfügig Beschäftigten in Deutschland will rund jeder vierte mehr arbeiten, findet aber keinen passenden Job. 27 Prozent der rund fünf Millionen Betroffenen seien auf der Suche nach umfassenderen und besser bezahlten Tätigkeiten, berichtete am Donnerstag das Statistische Bundesamt auf der Grundlage einer Befragung aus dem Herbst 2010. Weitere 25 Prozent der geringfügig Beschäftigten würden zwar gerne mehr arbeiten, fühlten sich aber wegen ihrer persönlichen Situation dazu nicht in der Lage. Gegen Mehrarbeit sprachen unter anderem die Betreuung der Kinder oder die eigene Ausbildung. Knapp die Hälfte der Befragten war mit dem Umfang der eigenen Arbeit zufrieden.

Die größte Gruppe unter den geringfügig Beschäftigten stellten die Hausfrauen und ganz wenige Hausmänner mit zusammen rund 35 Prozent vor den Rentnern (22 Prozent) sowie den Schülern und Studenten (20 Prozent). 11 Prozent der geringfügig Beschäftigten waren Arbeitslose, bei denen erwartungsgemäß der Wunsch nach umfangreicheren Jobs mit einem Anteil von 73 Prozent am größten war. Auch 30 Prozent der Hausfrauen und -männer wollten gern mehr arbeiten, aber nur 6 Prozent der Ruheständler.

dpa

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