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Händchenhalten sollte man im Büro nur unter dem Tisch, alles andere ist bei Kollegen verpönt.

Meistens passiert's auf der Firmenfeier

Flirten und Sex im Büro sind kein Tabu

München - Liebe im Büro - anscheinend ein weit verbreitetes Phänomen. Laut einer Umfrage haben 60 Prozent der Befragten zugegeben, schon einmal mit einem Kollegen oder einer Kollegin liiert gewesen zu sein.

Eine nicht repräsentative Umfrage des Job-Portals kalaydo.de unter 1.110 Befragten ergab, dass über die Hälfte der Teilnehmer schon einmal eine Beziehung zu einem Kollegen oder einer Kollegin gehabt hat.

Nach dem Motto "Was noch nicht ist, kann ja noch werden" können sich knapp 20 Prozent der Befragten eine Sex-Affäre innerhalb des Arbeitsplatzes zumindest gut vorstellen. Auf wen die Wahl fällt, ist dabei oft kein Zufall: Ein Viertel der fest Liierten hat sich den Nachbarn oder die Nachbarin im Büro "ausgeguckt", heißt es dazu. Der Klassiker: 15 Prozent der Beziehungen haben ihren Ursprung in einer Firmenfeier, auf der man sich näher gekommen ist.

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Ungeschriebene Gesetze wie "Tauche niemals deinen Füller in Firmentinte" scheinen also nur von den Allerwenigsten eingehalten zu werden. Nur jeder Zehnte der Befragten sowie der Chefs erklärten, solchen Beziehungen kritisch gegenüber zu stehen. Besonders gern gesehen werden solche Partnerschaften aber nicht: Jeder Vierte der Kollegen und jeder dritte Vorgesetzte gab an, solche Beziehungen lediglich zu tolerieren, jedoch nicht gutzuheißen.

Für manchen Mitarbeiter (jeder fünfte) verschlechtert sich sogar die Arbeitsatmosphäre, wenn es innerhalb der Arbeitsstelle  zu Liebesbeziehungen kommt.

Wichtig sind zudem Regeln, an die sich die "Turteltäubchen" am Arbeitsplatz zu halten haben: Ein absolutes Tabu ist Knutschen im Büro, "das geht gar nicht", behauptet die breite Mehrheit der Befragten. Auch Händchenhalten geht nur für 12 Prozent in Ordnung. Und selbst mit zärtlichen Blicken zwischen den Verliebten können sich nur 23 Prozent anfreunden.

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Positiver Aspekt: Ein Ende der Beziehung hat meist keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Lediglich 12 Prozent würden den Arbeitsplatz wechseln, wenn ihre Beziehung in die Brüche geht. Für 45 Prozent ließe sich das Dilemma irgendwie lösen.

wi

Gregory Straub

E-Mail:gregory.straub@tz-online.de

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