Nicht immer winkt der Traumjob

Fast alle Uni-Absolventen finden einen Job

Nürnberg - Büffeln an der Universität - für viele kommt das inzwischen fast einer Jobgarantie gleich. Denn lange nicht mehr war der Arbeitsmarkt für Akademiker so gut wie in den vergangenen Jahre.

Die Jobchancen von Akademikern haben sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts weiter verbessert. Mit einer Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent habe bei Universitätsabsolventen im Jahr 2011 nahezu Vollbeschäftigung geherrscht, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Nicht immer die passende Stelle

Noch 2006 seien 3,6 Prozent aller Universitätsabsolventen arbeitslos gewesen, im Jahr 1997 seien es sogar 4,5 Prozent gewesen, berichteten die Arbeitsmarktforscher. Ähnlich gut seien auch die Arbeitsmarktchancen für Fachhochschulabsolventen: Hatte in dieser Gruppe die Arbeitslosenquote im Jahr 2006 noch bei 3,3 Prozent gelegen, sei sie bis zum Jahr 2011 auf 2,5 Prozent gesunken.

Allerdings fänden keineswegs alle Akademiker eine zu ihrer Ausbildung passende Stelle, räumt das IAB ein. „Im Jahr 2009 war fast jeder dritte Hochschulabsolvent atypisch beschäftigt“, berichten die Autoren der Studie, Brigitte Weber und Enzo Weber. Auch würden Akademiker häufiger als etwa Beschäftigte mit einer klassischen Berufsausbildung nur befristet eingestellt. Im Laufe ihres Berufslebens erhielten aber die meisten Akademiker einen festen Job.

Ohne Ausbildung steigt das Risiko für Arbeitslosigkeit

Vergleichsweise gering sei auch das Arbeitslosigkeitsrisiko für Männer und Frauen mit abgeschlossener Lehre oder einem Berufsfachschulabschluss. Waren von ihnen im Jahr 2006 noch 8,5 Prozent arbeitslos gemeldet, so seien es fünf Jahre später nur noch 5,1 Prozent gewesen, berichtet die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Dagegen unterliegen Männer und Frauen ohne berufliche Ausbildung mit einer Quote 19,6 Prozent einem fast viermal so hohen Risiko, arbeitslos zu werden, wie Beschäftigte mit einer Lehre oder einem Fachschulabschluss. Diese Gruppe leide darunter, dass es für Geringqualifizierte immer weniger geeignete Jobs gebe. So sei die Zahl der gering qualifizierten Beschäftigten von 2006 bis 2010 von 5,7 auf 5,1 Millionen gesunken. „Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“, lautet daher das IAB-Resümee.

dpa

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