„Garmisch-Partenkirchen im Dornröschenschlaf – oder Mitausrichter einer gigantischen Lobbyveranstaltung?
Ich kann ja verstehen, wenn Herr Balz als Vertreter der Hotel-Zunft (nach einer vermutlich für sein Hotel sehr erfolgreichen Ski-WM) davon träumt, auch 2018 wieder eine volle Hütte zu haben. Aber er sollte nicht den Fehler machen, von seiner auf andere Sparten zu schließen. Wenn sein bzw. auch die anderen Hotels voll sind, heißt das ja noch lange nicht, dass auch andere Gewerbetreibende, die Gemeindeverwaltung und vor allem die Bürger davon Vorteile haben. Gerade die letztgenannte Gruppe musste schon bei der Ski-WM erhebliche Repressalien hinnehmen. Und auch im Vorfeld der Olympiabewerbung wurde schon erheblicher Druck ausgeübt (Androhung von Zwangsenteignung und sogar Morddrohung). Außerdem stellt sich mir die Frage, was ich von ,Infrastrukturinvestitionen in die Zukunft‘ halten soll. Soll die noch schöne Gemeinde Garmisch-Partenkirchen noch weiter mit großen Hotels und weiteren Straßen zubetoniert werden? Mit seiner Forderung, ,dass es so wichtig ist, dass alle von Vernunft bzw. vom gesunden Menschenverstand gesteuerten Bürger abstimmen gehen‘, hat er vollkommen Recht. Das wird allerdings (aus oben genannten Gründen) dazu führen, dass alle Olympiabefürworter am 8. Mai beim Bürgerentscheid eine herbe Niederlage einstecken werden müssen.“
Wolfgang Grain Dachau
Andreas Müller Garmisch-Partenkirchen
„Kein Dornröschenschlaf“; Leserbriefe 26. April
Münchner Merkur
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