„Gen-Soja im Futter“; Leserbriefe 22. Mai
„Vielleicht sollte Greenpeace gewöhnliche Lebensmittel analysieren lassen. Von den 40 Millionen Tonnen Soja, das die EU jährlich importiert, landet nicht alles in den Futtertrögen von Rind, Schwein und Geflügel, sondern ein beachtlicher Teil wird von der Lebensmittelindustrie verarbeitet. Soja ist ein hochwertiges Eiweiß, das ideal für die menschliche Ernährung geeignet ist. Es wird als Zusatzstoff wie pflanzliche Öle und Fette, Emulgatoren (E322) oder Sojalecithin eingesetzt. Es taucht auch in der Zutatenliste von Fertiggerichten, Backmischungen, Glasuren, Schokoriegeln Speiseeis usw. auf, die wir unbedenklich verzehren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lebensmittelindustrie das teurere GVO-freie Soja verwendet, da der Anteil unter dem Grenzwert liegt und somit keine Kennzeichnungspflicht besteht. Wenn man bedenkt, dass circa 70 Prozent der weltweiten Sojaproduktion genverändert sind, muss man feststellen, dass die begonnene öffentliche Diskussion um GVO um Jahre zu spät kommt.“ Hedwig Diller Kranzberg
Münchner Merkur
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