Eon Bayern Strompreis Erhöhung

Wo ist das Ende der Preisspirale?

619.12.08|Wirtschaft|6 KommentareFacebook
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Eon Bayern erhöht die Strompreise; Wirtschaft 18. Dezember, Offener Brief an die Eon Bayern Vertrieb GmbH zur „Wärmestrom-Preiserhöhung“ zum 1. Februar 2009

„Sehr geehrte Damen und Herren, als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk habe ich von Ihnen am 15. Dezember die Mitteilung erhalten, dass die Wärmestrompreise zum 1. Februar 2009 von 9,4 auf 12 Cent pro Kilowattstunde, also um sage und schreibe 28 % angehoben werden (müssen). Begründet wird diese Notwendigkeit damit, dass sich auch Eon nicht länger der Marktentwicklung entziehen kann. Gleichzeitig wird der normale Stromtarif um mehr als 10 % (mit der gleichen Begründung) erhöht. Der Eon-Konzern hat in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2007 einen Konzernüberschuss von mehr als 7,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Reichen diese Gewinne denn nicht aus? Muss es jedes Jahr noch mehr sein? Wo wird diese unermessliche Gier enden, wo ist das Ende der Preisspirale? Viele Menschen in Deutschland leiden jetzt schon unter den ständig wachsenden Wohn-Nebenkosten, mit dieser Preispolitik werden wohl erneut eine ganze Anzahl Ihrer Kunden nach Hartz IV vom Staat unterstützt werden müssen.Der Hinweis in Ihrem Schreiben, dass der Vertrag selbstverständlich aufgrund der Erhöhung nach dem Sonderkündigungsrecht gekündigt werden kann, ist mehr als zynisch. Es ist allgemein bekannt, dass ein Wechsel des Wärmestromanbieters nicht möglich ist, da die großen Strom-Monopolisten seit jeher einen Marktzugang von Mitbewerbern durch überhöhte Durchleitungsgebühren erfolgreich zu verhindern wissen.Es ist diese Ohnmacht, die mich so wütend auf Sie macht. Es sind diese Politiker, die sich in allen Gazetten mit der zwingenden Forderung nach Entlastungen für die Bürger gerade im Hinblick auf eine kommende Rezession profilieren wollen, aber der hemmungslosen Geldeintreiberei von Wirtschaftsriesen wie Eon tatenlos zusehen. Vor Jahren sollte eine Liberalisierung des Strommarktes stattgefunden haben, nur kann ich sie nirgendwo entdecken. Und ja, es gibt ein Kartellamt, aber man kann nur traurig den Kopf schütteln über die Untätigkeit (Unfähigkeit?) dieser Staatsbehörde auch gegenüber den Stromgiganten wie Ihnen.Ich fühle mich, und damit bin ich sicher nicht alleine, ausgenutzt, betrogen und abgezockt, das Schlimmste daran aber ist, dass ich nichts, aber auch gar nichts dagegen tun kann. Als sehr unzufriedener Zwangskunde.“Peter KniepsBergkirchen

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