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Keine Hilfe von Ilse Aigner Milchbauern

Keine Hilfe von Aigner

Claudia Möllers: „Ilse Aigner und ihr weites Feld"; Bayern 7./8. Februar

„Ich war bei den 250 Gentechnik-Gegnern, welche am 2. Februar 2009 in Andechs in der Kälte standen und versuchten mit der Frau Ministerin ins Gespräch zu kommen. Aus meiner Sicht hat sich das ,Gespräch‘ etwas anders zugetragen. Frau Aigner kam und bezweifelte, dass wir überhaupt aus ihrem Wahlkreis sind, sie dachte wohl, da kommen ein paar Spinner extra aus Berlin. Sie bombardierte uns mit vorgefertigten Statements, lies keinerlei Diskussion zu und verschwand nach zirka zehn Minuten mit den Worten ,ich muss zum Flieger‘ im Dienstwagen. Die 45 000 Postkarten hat sie nicht eines Blickes gewürdigt, sondern mit den Worten ,die passen nicht ins Auto‘ abgetan. Alles in allem hat Frau Aigner einen Eindruck hinterlassen, der sich nur so beschreiben lässt: Extrem arrogant, selbstgefällig und ohne eigenes Fachwissen die Meinung ihrer Berater nachplappernd. Ein Wort zu dem so genannten Milchfonds. Reine Augenwischerei, damit der Bauer/Wähler glaubt, es wird was getan. Wenn man den Betrag, der im Milchfonds ist auf die gesamte Milchmenge in Deutschland umlegt, kommt pro Liter Milch zirka ein Cent raus. Wir haben in den letzten Monaten 13 Cent/Liter an Milchgeld verloren, was für meinen Betrieb 26 000 Euro weniger Einnahmen bedeutet. Außerdem bleibt das Milchfonds-Geld im Bundesland. Es wird bayrischen Bauern abgezogen, um es dann unter bayrischen Bauern zu verteilen. Also kein Geld aus Niedersachsen oder Brandenburg an Milchviehhalter im Voralpenland. Auch vom Verbraucherschutz keine Spur. 70% der Bundesbürger lehnen Gentechnik im Essen ab, aber Frau Minister hat mehr Angst vor einem blauen Brief aus Brüssel als vor den eigenen Wählern. Diese Frau vertritt weder Bauern noch Verbraucher, sie vertritt nur sich selbst. Wer so jemanden wählt, ist selber schuld."

Thomas Köglsperger

Deining

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