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Klares Bekenntnis zum Wintersport

Matthias Holzapfel: „Klarheit zur Kostenverteilung gefordert“; Bayern 30. Januar

Garmisch-Partenkirchen hat versäumt, den Konflikt aus der Olympiabewerbung um die Grundposition der Marktgemeinde zur zukünftigen Standortbestimmung für den Winterspitzensport von Grund auf offen aufzuarbeiten. Nach dem Olympia-Aus wurde lieber nach der Devise gehandelt: Wegducken – möglichst Gras über die Sache wachsen lassen. Die unendliche Geschichte um die Sprungschanzen-Querelen reichen ja schon voll für den politischen Kleinkrieg im Ort, und wer weiß denn, ob und wann überhaupt eine erneute Olympiabewerbung wieder aktuell sein könnte. So gärt derweil der Boden, den Doering, Hartmann & Co so intensiv bearbeitet haben, die Saat, die sie gesät haben, geht auf, mit der Taktik von Spaltpilz und Unfrieden stiften sowie mürbe machen, buchhalterisch vordergründige Erbsen zählen. Die Strategien und methodischen Vorgehensweisen der Nolympics wurden fahrlässig unterschätzt, die dort angelegten Langzeitwirkungen nicht erkannt und nicht elementar genug bekämpft. Dass Heimatliebe an einem Ort wie Garmisch-Partenkirchen ein klares Bekenntnis zum Wintersport bedeutet, galt in Deutschland eigentlich als fix. Nachhaltig am Ganzen ist, dass elementare Zukunftschancen der Werdenfels-Region (siehe Finanzmittelverteilung in der Verkehrsinfrastruktur) fahrlässig gefährdet wurden. Die Rahmenbedingungen für das benötigte Wir-Gefühl, das OK-Chef Peter Fischer zu Recht einfordert, können nur durch ein klares gemeinsames Bekenntnis der Verantwortlichen von den wichtigen Gruppierungen im Gemeinderat geschaffen werden. Kommunal herrscht normalerweise über Parteigrenzen hinweg eine hoher Bereitschaftsgrad (in der Regel von 90 %) zu einem Grundkonsens für das Gemeinwohl, ein Rest von ewigen Neinsagern wird sich nie verhindern lassen. Die in den Ort hineingetragene Zerstrittenheit sollte wieder an die Randgruppen, die sie angezettelt haben, zurückgegeben werden.

Matthias Balz Garmisch-Partenkirchen

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