11. Februar, Claudia Möllers: „Nachhaltigkeit zählt"; Kommentar, und „Ilse Aigner und ihr weites Feld"; Bayern 7./8. Februar
„Es ist ernüchternd, zu hören, dass politische Entscheidungsträger wie die Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner immer noch von der Vorstellung ausgehen, die Bevölkerung habe zu Unrecht Angst vor der Gentechnik und sei für Sachargumente nicht zugänglich. Vielmehr habe ich den Eindruck, es werden immer noch die grüne, weiße und rote Gentechnik in einen Topf geworfen und in der Politik zählen grundsätzlich die Sachargumente der Gentechniklobby. Die vielfältigen Risiken im ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich sind unumstritten. Eine Koexistenz in der Landwirtschaft (Bewirtschaftung mit bzw. ohne GVO) ist nicht möglich. Das Bemühen der Regierung um eine rechtliche Grundlage für regional begrenzte Entscheidungen in Bezug auf agrogentechnikfreie Regionen ist deshalb nicht ausreichend. Es wird betont, dass im Landkreis Miesbach bisher noch keine genveränderten Pflanzen angebaut wurden. Das ist aber nicht das Verdienst des Staates. Vielmehr ist der Erfolg dem Verantwortungsbewusstsein und der Zivilcourage von mündigen Bürgern und Wählern zu verdanken, die schon seit Jahren ebenso wie unabhängige Wissenschaftler und betroffene Bauern und Experten aus der Praxis, regionale und überregional vernetzte Initiativen, Organisationen und Verbände für den Erhalt agrogentechnikfreier Regionen kämpfen. Es wäre sehr erfreulich, wenn Sachkompetenz gepaart mit nachhaltigem und ethischem Denken die politischen Entscheidungen prägen würden. Ich würde mir wünschen, dass unsere Bundeslandwirtschaftsministerin die kommende Großveranstaltung am 16. Februar in Rosenheim ,Zerstört die Agro-Gentechnik unsere Zukunft? Wo es keinen Ausstieg gibt, verbietet sich der Einstieg!‘ mit Vandana Shiva, Physikerin und Gentechnik-Gegnerin aus Indien und Trägerin des alternativen Nobelpreises, nutzt, um sich für künftige Entscheidungen vorzubereiten."
Anneliese Blümel
Dipl. oec. troph.,
Schliersee
Münchner Merkur
Ressort Leserbrief
Paul-Heyse-Str. 2-4
80336 München
SMS: 0160/97002710
E-Mail: leserbriefe@merkur-online.de



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.