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Kritik an der Sendung "Dahoam is dahoam"

Kritik an der Sendung "Dahoam is dahoam"

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"Herr Holz ist mit Kritik an dieser Fernsehsendung noch sehr zurückhaltend umgegangen. Ich habe immer wieder den Versuch gemacht, die tägliche Sendung zu verfolgen, konnte sie aber nur kurze Zeit ertragen, weil mich dieser ,bairische Beitrag einfach zu sehr geärgert hat: Zwar beherrschen einige wenige Schauspieler unsere schöne bairische Sprache, andere sprechen ein gekünsteltes Bairisch, viele versuchen sich daran, jedoch mit allen möglichen Dialekteinschlägen. Diese Serie wurde als bairische Sendung ,zur Heimatverbundenheit vom Bayerischen Rundfunk angepriesen und sie spielt in Oberbayern. Es müsste doch dabei darauf geachtet werden, dass man unseren Dialekt sprechen kann, da diese Sendung hier in Bayern ausgestrahlt wird und sich ,Dahoam is dahoam nennt. Ich habe überhaupt nichts gegen andere Dialekte, sie sollen überleben ­ jeweils in ihrer Region ­, also bitte auch in Altbayern! Wenn man diese Sendung im BR mit den Rosenheim-Cops im ZDF im sprachlichen Bereich vergleicht, so ist die ZDF-Sendung um Längen besser. Dort wird ein gutes Bairisch zwar etwas für andere Sendegebiete ,verdeutlicht, klingt aber immer noch echt. Ich hoffe ­ auch im Namen vieler Freunde ­, dass der BR dem Anspruch einer bairische Sendung bezüglich des richtigen Dialekts künftig mehr Beachtung schenkt."

Ludwig Feuerecker

Glonn

"Herr Holz hat wie viele andere den Werbebegriff ,Daily ignorieren können. Meine Frau und mich haben dieser Begriff aber überhaupt daran gehindert, auch nur eine Sendung anzusehen. Bei diesem Begriff werden doch alle Befürchtungen der Sprachverhunzung geweckt. Nach dem Bericht von Herrn Holz haben sich erfreulicher Weise diese Befürchtungen zwar nicht so drastisch erfüllt. Allerdings zeigt auch Herr Holz sehr deutlich die offenbar bei einigen Schauspielern deutlich bestehenden Sprachmängel auf. Hier gilt es ebenso, wie bei den Ansagen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die Sprachmängel haben nicht die Sprecher oder Schauspieler selbst zu vertreten, sondern diejenigen, die offenbar ohne den notwendigen Sprachkenntnissen die Auswahl treffen."

Ingrid und Alfred Hofmiller

München

"Diesen Artikel von Gerhard Holz kann man nur unterstreichen und ergänzen. Fressen, Saufen, Herumgeplärren ­ besten Dank an den BR. Diese peinliche Sendereihe beweist wieder einmal die Einstellung der Verantwortlichen beim Bayerischen Rundfunk. Möglichst einfältig und niveaulos müssen die Texte und Handlungen sein, dann werden sie genommen und leider auch gesendet. Macht nur so weiter, wir sind gewohnt uns für euch zu schämen."

Peter Meier

Vaterstetten

"Die von den Produzenten bereits falsch geschriebene Serie "Dahoam is Dahoam (statt "is dahoam") krankt nicht nur daran, dass manche Darsteller das Bairische nicht beherrschen, sondern ­ was kein Wunder ist ­ vor allem an den um die 20 Autoren, die Texte verfassen, die eine grausame Mischung aus Hochdeutsch, hochdeutscher Umgangs- bzw. Modesprache und Dialekt sind. Geworben wurde für die Serie vor ihrer Ausstrahlung im übrigen im bayerischen Fernsehen durch einen Sprecher mit ,Dahoam is dahoam, ich wusste gar nicht, dass man dieses Wort falsch aussprechen kann."

Dr. Josef Denz

München

"Gerhard Holz hat mir und den Mitgliedern des Kreisverbandes München und Umgebung e.V. des Bayernbundes aus der Seele gesprochen. Die ober genannte Sendung ist vom ersten Augenblick an ein Ärgernis und hat mit dem Inhalt des Begriffs ,Dahoam auch nicht im entferntesten etwas zu tun, denn ,dahoam will man sein, wo man sich wohlfühlt. In dem gezeigten Dorf wird sich aber sicher niemand wohl oder gar ,dahoam fühlen. Neben Fehlern in der Besetzung einzelner Rollen, die Gerhard Holz schon ausführlich beschrieben hat, ist auch die ganze Sendung handwerklich kein besonderes Glanzstück. Bei manchen Einstellungen tritt die Sperrholzarchitektur allzu deutlich zu Tage und kann auch durch die Schönheit der gezeigten Landschaft nicht aufgewogen werden. Ganz besonders ärgerlich ist aber der Umstand, dass die dürftige Handlung eine Dorfgemeinschaft beschreibt, wie sie in dieser Ausprägung sicher nirgends vorhanden ist. Ohne Reklame für andere Sendungen zu machen, möchte ich feststellen, dass die örtlichen Strukturen und Machenschaften vielfach besser dargestellt werden. Nach Betrachten einer solchen Sendung sollte man meinen können, so könnte das auch tatsächlich gewesen sein. Dieser Aspekt fehlt in der Sendereihe ,Dahoam is dahoam völlig. Die Sendungen sind eher dazu angetan, vorhandene Klischees zu vertiefen und solche, die es mit der bayerischen Lebensart nicht so gut meinen, in ihren Vorurteilen zu bestärken. Die einzig positiven Auswirkungen ergeben sich für den Arbeitsmarkt, wenn man sich die Unzahl der Beteiligten (20 "Autoren", 15 Regisseure und Regieassistenten und viele andere) vor Augen hält. Könnten diese nicht sinnvoller eingesetzt werden, um ein positiveres Bayernbild zu präsentieren. Wenn es in Inhalt und Darstellung nicht bald zu einschneidenden Verbesserungen kommt, sollte man die Sendereihe baldmöglichst beenden und keinesfalls die Drohung wahrmachen, zunächst 200 solcher Fortsetzungen zu produzieren."

Josef Kirchmeier

Bayernbund, München

"Die Bairische Sprache und ihre Mundarten sind ein sehr wertvolles Kulturgut, das es in seiner unverwechselbaren Ursprünglichkeit und unverfälscht zu erhalten gilt. Der Bayerische Rundfunk bzw. das Bayerische Fernsehen haben einen Kulturauftrag zu erfüllen. Das ist eine festgeschriebene Aufgabe, die im Staatsvertrag verankert ist. Mir gefällt die Serie ,Dahoam is dahoam eigentlich ganz gut. Aber, die bairische Sprache wird leider von einigen Schauspielern eher verhunzt ­ eben, weil sie dieser nicht mehr mächtig sind. Darum ist das ehrenamtliche Engagement patriotischer Bayern zur Förderung ihrer Heimatsprache in all ihren ursprünglichen Facetten gar nicht hoch genug zu werten."

Reinhard Krohn

München

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