„Chancen der grünen Gentechnik"; Leserbriefe 18. Februar, Boris Forstner: „Söders erste Taten"; Kommentar 11. Februar
„Umweltminister Söder könnte einer der wenigen Politiker sein, welcher der Lobbyarbeit von Chemiekonzernen kritisch gegenüber steht und doch auch noch die eigene Bevölkerung im Auge hat. Vielleicht spricht er sich auch nur gegen die grüne Gentechnik aus, um Wählerstimmen zu sichern. Ich bin jedoch froh darum, so oder so. Wenn man sich mit der Zukunft der Welternährung auseinandersetzt, stellt man fest, dass man mit herkömmlicher Produktion diese sichern könnte. Man braucht nicht die Gentechnik auf unseren deutschen/europäischen Feldern dazu. Man weiß doch auch, dass diese nicht den Hunger in den armen Ländern stoppen kann. Hierfür müsste sich die Politik ändern, unsere Lebensweise und unsere Einstellung gegenüber der uns anvertrauten Schöpfung. Es gibt viele Argumente gegen den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Es gibt viele Probleme in den Ländern, welche GVO anbauen. Es gibt aber keine Wissenschaftler, welche das Gegenteil dieser Behauptungen belegen können. Es ist nicht so, dass diese nicht zu Wort kommen, sondern es gibt nur Wissenschaftler, welche von Konzernen abhängig sind zum Beispiel auch Weihenstephan. Auch für deren Forschung kommt viel Geld aus Konzernen, welche Arbeiten in Auftrag geben. Freie Wissenschaftler werden sich nicht für die Agrogentechnik aussprechen. Ich wünsche aber Ihnen, Herr Schuster, einen guten Appetit mit Pflanzen, die in ihrem ganzen Wachstum bis zur Ernte Gift erzeugt haben. Ich bin Bäuerin und ich werde mich so lange wie möglich gegen diese Technologie wehren. Gründe dafür sind unsere Unabhängigkeit gegenüber Konzernen, der Erhaltung unserer anvertrauten Schöpfung und die Verantwortung gegenüber unseren und vielleicht auch Ihren Kindern."
Annelies Holzer
Degerndorf
Gundula Berner
Eurasburg
Münchner Merkur
Ressort Leserbrief
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