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Misstrauen gegen Griechenland

„,Die Jugend sollte Deutsch lernen‘“; Politik 2. Februar

Wenn die griechische Bevölkerung mit der Entwicklung unzufrieden ist und sich an die Besatzung durch die deutsche Wehrmacht erinnert fühlt, so hat sie nicht ganz Unrecht. Griechenland ist besetzt, aber nicht durch die Deutschen, sondern wegen des hohen Schuldenstands durch die Banken. Und es darf nicht vergessen werden, dass sie die Besatzer selbst eingeladen haben. Weil diese Bedrückung unerträglich geworden ist, wird jetzt versucht den Besatzer zu wechseln und man versucht das Problem mit Hilfe anderer Banken, der EZB und dem internationalen Währungsfonds, weniger drückend zu gestalten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Die Kanzlerin ist mit ihrem Besuch in China auf dem Besten Weg, China als Besatzer in der Bundesrepublik einzuladen. Die chinesische Regierung handelt klüger, wenn sie nicht ihre militärischer Macht, sondern mit der wirksameren Wirtschaftsmacht vorgeht. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn dahinter ein Sozialismus stehen würde, der sich dem Wohlergehen der Menschen verpflichtet weiß und nicht der Erhaltung eines Machtapparates. Die US-Strategen könnten an diesem Beispiel lernen, besonders, weil ihr Beharren auf militärischer Macht, den USA nur Verluste eingebracht haben, wenn man einmal von den Gewinnen der Rüstungsindustrie absieht. Diese Arbeitsplätze wären anderweitig sinnvoller und nützlicher. Hoffentlich wird das auch in China und den anderen Teilen unserer globalisierten Welt erkannt.

Herbert Bürgle Karlsfeld

Da empört sich die griechische Presse und wahrscheinlich der Großteil der Bevölkerung über die Drohung, unter eine Art Haushalt-Kuratel gestellt zu werden. Man sieht das als tiefes Misstrauen gegenüber einer stolzen Nation an. Wie weit es mit der Lauterkeit und Ehrlichkeit der Griechen bestellt ist, kann man den heutigen Rundfunk-Nachrichten entnehmen. Bei dem zu Jahresbeginn durchgeführten „Rentenabgleich“ wurden 65 000 Fälle von Betrug festgestellt, sowohl Weiterbezug für schon längst Verstorbene als auch Meldung falscher Rentendaten. Dies ist bestimmt ein enormer Prozentsatz aller Rentenbezieher. Offenbar war Rentenbetrug dort bisher Volkssport Nummer eins. Der griechische Staat spart durch Aufdeckung der Betrügereien angeblich schon in diesem Jahr fast eine halbe Milliarde Euro. Man darf gar nicht daran denken, seit wie viel Jahren dieser Großbetrug schon lief. Soweit zum griechischen Nationalstolz. Was in diesem EU-Land an Steuer- und Rentenbetrug vor sich ging und noch geht, schreit zum Himmel! Den deutschen Rentenversicherungsträgern ist nur dringend zu raten, ihre Auslandsüberweisungen nach Griechenland mit den neuesten Daten der dortigen Behörden abzugleichen. Wahrscheinlich wurde bisher die „Lebensbescheinigung“ des längst Verstorbenen vom jeweiligen griechischen Bürgermeisteramt gegen ein paar Scheinchen großzügig mit Stempeln versehen und nach Deutschland geschickt, damit die Rente weiter fließt. Es wird höchste Zeit, dass man Griechenland genau auf die Finger schaut, zumal das Land ja jetzt turnusmäßig in Brüssel um Subventionen betteln muss. Nur wäre es dann gut, keine deutschen Aufpasser zu schicken. Wie steht‘s denn mit Franzosen, Niederländern oder Österreichern? Die drücken sich in solch prekären Fällen um diese Aufgaben und überlassen das nur allzu gern den deutschen Verwaltungs-Fachleuten. Hubert Müller München

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