„,Die Jugend sollte Deutsch lernen‘“; Politik 2. Februar
Wenn die griechische Bevölkerung mit der Entwicklung unzufrieden ist und sich an die Besatzung durch die deutsche Wehrmacht erinnert fühlt, so hat sie nicht ganz Unrecht. Griechenland ist besetzt, aber nicht durch die Deutschen, sondern wegen des hohen Schuldenstands durch die Banken. Und es darf nicht vergessen werden, dass sie die Besatzer selbst eingeladen haben. Weil diese Bedrückung unerträglich geworden ist, wird jetzt versucht den Besatzer zu wechseln und man versucht das Problem mit Hilfe anderer Banken, der EZB und dem internationalen Währungsfonds, weniger drückend zu gestalten. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Die Kanzlerin ist mit ihrem Besuch in China auf dem Besten Weg, China als Besatzer in der Bundesrepublik einzuladen. Die chinesische Regierung handelt klüger, wenn sie nicht ihre militärischer Macht, sondern mit der wirksameren Wirtschaftsmacht vorgeht. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn dahinter ein Sozialismus stehen würde, der sich dem Wohlergehen der Menschen verpflichtet weiß und nicht der Erhaltung eines Machtapparates. Die US-Strategen könnten an diesem Beispiel lernen, besonders, weil ihr Beharren auf militärischer Macht, den USA nur Verluste eingebracht haben, wenn man einmal von den Gewinnen der Rüstungsindustrie absieht. Diese Arbeitsplätze wären anderweitig sinnvoller und nützlicher. Hoffentlich wird das auch in China und den anderen Teilen unserer globalisierten Welt erkannt.
Herbert Bürgle Karlsfeld
Münchner Merkur
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