Superbanner

Bei Müller-Brot ist hartes Durchgreifen gefordert

„Ekel-Brot: Ämter wussten alles“; Titelseite, Dirk Walter: „Der Ekelbrot- Skandal“; Kommentar, Patrick Wehner: „Mäusekot bei Müller-Brot“; Bayern 4./5. Februar

 Es ist gut, dass solche Skandale an die Öffentlichkeit kommen und uns Verbrauchern auch nochmals vor Augen geführt wird, welche Zustände bei der Großbäckerei Müller herrschen. So kann jeder für sich entscheiden, ob er dort einkaufen will, einen solchen Betrieb unterstützen will. Irritiert hat mich Ihre Feststellung, dass die Münchner Hofpfisterei eingesprungen ist und an Müller-Filialen Brot ausliefert. Seit Jahren kaufe ich dort mein Brot, da mir gesunde und ökologisch produzierte Nahrungsmittel wichtig sind. Doch wie kommt die Hofpfisterei dazu, Müller-Brot zu unterstützen? Dieser Akt der Solidarität ist in meinen Augen ein falscher. Müller-Brot hat diese Situation bewusst herbeigeführt. Wie kommt ein ökologische Bäckerei dazu, der Großbäckerei Müller, die sich an keine Regeln und Gesetze hält, die in Kauf nimmt, dass der Verbraucher Schaden nimmt, mit ihren Produkten auszuhelfen, auch wenn es nur Produktions-Puffer ist? Was hat die Hofpfisterei damit zu tun? Wieso bringt sich diese in dieser Form hier ein? Da sind Antworten nötig.

Elke Winterer-Scheid Gräfelfing


Ich war erst einmal sprachlos, dass ein solcher Hygiene-Skandal mit Wissen der Ämter überhaupt möglich ist. Was tun eigentlich unsere Ämter, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Dort sitzen so viele Beamte, die gut bezahlt werden und ständig schleichen sich regelmäßig Unachtsamkeit und Verantwortungslosigkeit ein. Natürlich möchte ich nicht alle Beamten über einen Kamm scheren, das wäre ungerecht, aber wir wissen auch aus der Vergangenheit, dass dies nicht der erste Lebensmittel-Skandal ist. Ich frage mich aber auch, warum die vielen Angestellten bei Müller-Brot diese Schweinerei so einfach hinnehmen, die über Monate, Jahre geht, ohne Konsequenzen zu fordern. Diese Angestellten kaufen mit Sicherheit kein Müller-Brot. Man muss sich das mal real vorstellen: Seit Jahren werden Tag für Tag bei Müller-Brot Teigwaren produziert mit Mäusekot, Motten, Schaben und Käfern, und diese Lebensmittel werden bayernweit vertrieben. Wir ahnungslosen Konsumenten essen dieses Brot und wundern uns manchmal, warum wir plötzlich krank werden. Die Erklärung, es habe keine Gesundheitsgefährdung bestanden, glaube ich nicht, der Verbraucher wird hier auch noch als dumm hingestellt. Das bereits verhängte Zwangsgeld hat die Leitung des Betriebes problemlos gezahlt, sie haben ja ausreichend Gewinn erwirtschaftet mit dem verunreinigten Brot. Geld ist eben wichtiger als eine saubere Produktion für diese Betriebsleitung. Sie hat kriminell gehandelt, sie sind vom Gericht zur Verantwortung zu ziehen und dürfen nie wieder einen Lebensmittel-Betrieb leiten.

Siegfried Marienfeld Peiting

Warum kann die Presse und sonstige Medien bei Berichten von diesem Skandal nicht klar den Besitzstand bei Müller-Brot nennen. Es muss heißen: Die Neufahrner Großbäckerei von Herrn Klaus Ostendorf mit Namen Müller-Brot ist Ursache des Hygiene-Skandals. Ich kenne die Brotfabrik noch aus der Zeit in der Ottobrunner Straße als bestens geführtes Unternehmen. Da hätte man vom Boden essen können. Herr Hans Müller und die Familie wird jetzt durch den Dreck gezogen. Auch das ist ein Skandal. Nach Angaben der Behörden bestand keine Gefahr für die Gesundheit für Menschen. Ja,was denn dann, wenn ich mein Frühstücksbrot mit Schaben, Motten, Mäusen und sonstigem Ungeziefer teilen muss? Seit 2009 überprüft das Gesundheitsamt und verhängte 2 x 25 000 Zwangsgelder und mehrmals Bußgelder über 10 000 Euro. Das hat Herrn Ostendorf bei seinem Multimillionenbetrieb aber nicht beeindruckt. Jetzt, nach langen und mehrmaligen Kontrollen ist der Betrieb geschlossen und wird von Grund auf nach den Regeln der Hygiene saniert. Anschließend ist der Betrieb sicher die sauberste Bäckerei weit und breit. Aber trotzdem sollen die Verbraucher Herrn Ostendorf eine Lehre erteilen und drei Monate nicht in seinen Läden einkaufen. Die bedauernswerten Franchise-Nehmer sollen ebenfalls drei Monate die Zahlung an den Franchise-Geber einstellen. Nur so kann man einen Multimillionär an der Wurzel treffen.

Karl Thomasser München

zurück zur Übersicht: Titelseite

Kommentare

Kontakt "Ressort Leserbrief"

Münchner Merkur

Ressort Leserbrief

Paul-Heyse-Str. 2-4

80336 München

SMS: 0160/97002710

E-Mail: leserbriefe@merkur-online.de

Berichte im Fokus

  • Meistgelesene Artikel
  • Themen

Glücklich ist, wer vergisst

"Rot-Grün triumphiert in NRW"; Titelseite 14. MaiMehr...

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper