„Millionen für Olympia könnten besser angelegt werden“; Leserbriefe 12. Juli
Obwohl sich viele Spitzenpolitiker und Sportler ehrlich bemüht haben, ist es nicht gelungen, die Olympischen Spiele 2018 nach Bayern zu holen. Schade, kann man nur sagen. Insgesamt sind 26 Millionen Euro von Sponsoren aufgebracht worden, um die Bewerbung zu finanzieren. Die Verantwortlichen sind mit dieser stattlichen Summe nicht ausgekommen. Schließlich sind 26 Millionen Euro kein Pappenstiel. Hat man keinen Kostenplan aufgestellt und sich nicht nach der Decke gestreckt? Diese Frage muss erlaubt sein, nachdem der Steuerzahler für die restlichen 6 Millionen Euro Kostenüberschreitung zur Kasse gebeten wird. Hat man keinen Posten für Unvorhergesehenes eingeplant, so wie das allgemein üblich ist? Wurden die 26 Millionen Euro von Anfang an bis auf den letzten Euro verplant, nach dem Motto: „Wenn’s net langt – des kring ma dann scho.“ Die Politiker geben ein schlechtes Vorbild und leider färbt dies in vielen Bereichen ab. Grundsätzlich darf man nur so viel Geld ausgeben, wie man hat. Anderer Leute Geld großzügig auszugeben, ist leider weit verbreitet, aber kein Kavaliersdelikt. Wenn der Steuerzahler für die Kostenüberschreitung zur Kasse gebeten wird, hat er das Recht zu wissen wieso. Eine genaue Abrechnung wäre Pflicht.
Helmut Mayer München
Hannelore Hartmann Starnberg
Münchner Merkur
Ressort Leserbrief
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