„Winterspiele 2018: Olympia-Werber brechen nach Afrika auf“; München 24. Juni, „Olympia 2018: Was auf dem Spiel steht“; München 22./23. Juni
"Im o. g. Artikel schreibt Matthias Kristlbauer, dass München die solidere Wahl als Pyeongchang darstelle. Das mag oberflächlich betrachtet so ein. Wenn man allerdings ins Detail geht, wird schnell das Gegenteil offensichtlich: So stehen in Garmisch im Gegensatz zu Pyeongchang (Südkorea) immer noch ein wichtiger Teil der Grundstücke nicht zur Verfügung. Außerdem steht die Bevölkerung z. B. in Bayern mit 53 % im Gegensatz zur entsprechenden südkoreanischen Provinz Gangwon (87 %) alles andere als geschlossen hinter den Spielen. Diese Zahl ist besonders deshalb wichtig, da es in Deutschland ein nicht zu unterschätzendes Demonstrationspotenzial gibt. Wenn die Bagger in einem Park wie dem Olympiapark anrücken, um dort 2000 Bäume auszureißen, könnte das ähnlich wie in Stuttgart eine heftige Reaktion produzieren. Auch die Finanzierung ist trotz gegenteiliger Behauptung alles andere als sicher: So konnte bis jetzt noch nicht einmal der Bewerbungsetat von 33 Millionen Euro erreicht werden. Richtig spannend für Olympia 2018 in München könnte die Pressekonferenz am Montag, 27. Juni, werden. Ein von den Olympiagegnern erstelltes Gutachten zum Host City Vertrag wird dann der Öffentlichkeit vorgestellt. Wenn sich dann die Verträge als einseitig und damit als möglicherweise sittenwidrig herausstellen, könnte die Bewerbung kurz vor dem Ziel ernsthafte Probleme bekommen.“
Wolfgang Graf
München
Jörg Braun
München
Münchner Merkur
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