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Rechtzeitig und nachhaltig

Armin Forster: „Der Wildschwein-Gipfel von Freising“; Bayern 25. Januar

Grundsätzlich scheint es sinnvoll, das Thema zentral für ganz Bayern an der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft zu koordinieren. Eine derartige Schwarzwildausbreitung, wobei im Jahr 60 000 Stück Schwarzwild erlegt wurden, hat es in Bayern noch niemals in der Nachkriegsgeschichte gegeben. Um die Situation zu normalisieren, ist es notwendig die Sauen in den großen Forstrevieren zu reduzieren. Denn, wo kommen die Sauen her? Sie kommen aus den Wäldern und ziehen in die Felder, um Nahrung zu suchen, wobei sie dann Schaden verursachen. Diese Situation kann man nur ändern, wenn man die Sauen rechtzeitig und nachhaltig in den besagten Wäldern bejagt und reduziert. Dies scheint jedoch bisher nur in unzulänglichem Maße geschehen zu sein. Lässt man die Sauen erst in ungeeigneten Lebensräumen sesshaft werden, dann sind die Jäger in der Tat, regional unterschiedlich, heillos überfordert. Das Problem ist dann nicht mit Verwendung von an sich verbotenen Hilfsmitteln, wie Nachtzielgeräten oder Taschelampen zu lösen. Die Sauen werden dann nämlich noch scheuer und es bedeutet für diese intelligenten Tiere unbeschreiblichen Stress, wenn sie selbst in der schützenden Dunkelheit keine Sicherheit mehr haben. Für mich scheint der Einsatz entsprechender Hilfsmittel auch mit dem gesetzlichen Tierschutz nicht vereinbar. Für eine globale Schwarzwildproblemlösung ist zweifellos eine gute Zusammenarbeit zwischen den Grundeigentümern (Jagdgenossen) und den verantwortlichen Jägern notwendig. Dies war auch Anlass dafür, bereits vor zwei Jahren im Landkreis Freising die Arge-Schwarzwild mit großem Erfolg zu gründen.

Helmut Schreiber Freising

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