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Schluss mit Wulff

Lorenz von Stackelberg: „Das Neueste von Wulff und seinen Freunden. Nicht schon wieder“; Kommentar 9. Februar, „Brutal aufklären“; Leserbrief 9. Februar

Wie Recht der Autor hat. Vieles, was Herr Wulff getan hat, war nicht in Ordnung, aber es ist auch allmählich unerträglich dauernd über noch so kleine Dinge aus der Vergangenheit des Bundespräsidenten informiert zu werden. Warum werden die Dinge erst jetzt hochgespielt, nach so langer Zeit? Einmal, weil eine Gruppe in den Medien gut vernetzter politischer Aktivisten versucht, über den Bundespräsidenten die Regierung und die Kanzlerin zu treffen, bzw. zu schwächen oder gar auszuhebeln und zum anderen, um von den Verfehlungen der eigenen Leute abzulenken. Oder glaubt etwa jemand, dass diese „sündenfrei“ sind? Leserbriefschreiberin Frau Karin Hörnig hat in ihrem Beitrag völlig Recht! Wenn schon, sollten neutrale und faire Medien alles aufklären und nicht nur Inquisition in eine Richtung veranstalten. Also Schluss mit Wulff – es gibt weiß Gott Wichtigeres in unserem Land!

Dipl.-Kfm. Gerhard Rohrer

Walchensee

Es ist klar, dass Präsident Wulff Fehler gemacht hat, insbesondere bei deren Aufarbeitung. Das steht mittlerweile nun wirklich fest, weil ja tausendmal von interessierten Pressevertretern und noch mehr interessierten Oppositions-Politikern wiederholt. Ich denke, jetzt wird es wirklich Zeit, dass Herr Wulff zurücktritt – zurücktritt an die Schienbeine all dieser Gutmenschen, Besserwisser und Scheinheiligen, die nie im Leben einen Fehler begangen haben. Die selbstverständlich dafür bezahlen, wenn sie bei Freunden eingeladen sind, die ganz uneigennützig nur das Teuerste kaufen anstatt Schnäppchen. Oder war da nicht mal was mit speziellen Rabatten für Pressevertreter ? Diese Art des Zurücktretens ist aber wahrscheinlich auch wieder nicht mit der Würde des Amtes zu vereinbaren. Komisch ist nur – oder auch nicht – dass die Skandale um Wulff und auch Guttenberg so massiv dargestellt werden, aber wenn ein Ministerpräsident Beck von der SPD oder ein Herr Özdemir von den Grünen das gleiche machen, das ganze nur in Randnotizen zu finden ist. Der wahre Grund liegt aber wahrscheinlich darin, dass sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition um ihre eigentliche Arbeit kümmert, während sich die Opposition die Zeit nimmt, Fehler bei anderen zu suchen, anstatt selber was Konstruktives zur Verbesserung der Lage beizutragen. Wahrscheinlich fehlt da jedes Konzept.

Hilmar Schwab

Pfaffenhofen-Ebersried

Eigentlich sollte es aufgrund großer, weltpolitischer Probleme (Syrien, Iran, Eurokrise etc.) kein Thema mehr sein – aber die Leserschaft eines großen, deutschen Boulevard-Blattes wird mit Sicherheit daran interessiert sein, ob Familie Wulff in der Amtszeit von Herrn Wulff als Ministerpräsident die morgendlichen Semmeln bar oder mit Kreditkarte bezahlt hat oder ob diese vielleicht gratis geliefert wurden. Eine diesbezügliche Recherche von BILD würde möglicherweise die Auflage nochmals erhöhen.

Manfred Reichard

Lenggries

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