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Umweltzerstörung durch Goldabbau

Berrit Gräber: „Goldstücke unterm Weihnachtsbaum“; Geld & Markt 12. Dezember

 Es ist nicht alles Gold, was glänzt! In unsicheren Zeiten wie diesen scheint Gold auf den ersten Blick wie eine großartige Geldanlage und Geschenkidee. In ihrer Angst, dass das Geld seinen Wert verlieren könnte, wenden sich auch Anleger, die bisher weder mit Rohstoffen noch mit Aktien spekuliert haben, diesem „sicheren“ Wert zu. Was jedoch in der Berichterstattung vernachlässigt wird, und worüber sich die meisten Verbraucher überhaupt nicht im Klaren sind, ist die verheerende Umweltzerstörung durch den Goldabbau. Um das Gold aus Gestein und Schlamm auszuwaschen und zu binden werden hochgiftiges Zyanid und Quecksilber eingesetzt, die die Abbaugebiete und das Grundwasser nachhaltig belasten, und vielerorts den Bewohnern der betroffenen Regionen die Lebensgrundlage nehmen. Weltweit werden für den Goldabbau jährlich geschätzte 182 000 Tonnen Zyanid eingesetzt, die enorme Mengen von Grundwasser und Boden verseuchen, und zum Teil direkt ins Meer weitergeleitet werden. Durch die steigende Nachfrage wird es immer lukrativer, neue Minen zu erschließen, wobei wertvoller Lebensraum für Mensch und Tier vernichtet wird. Die ohnehin unzureichenden Umweltstandards werden oft nicht eingehalten, und bisher gibt es auch noch kein Siegel für unbedenklichen Goldabbau. Bevor Sie sich also für Gold als Weihnachtsgeschenk oder Geldanlage entschieden, informieren Sie sich bitte, welche Folgen das für unseren Planeten hat, zum Beispiel auf www.regenwald.org. Dann wird es dieses Jahr vielleicht ein Regenwald-Schutzzertifikat anstelle eines glänzenden Stückchens Umweltzerstörung.

Jennifer Scales Hohenpeißenberg

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