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Wut wegen Ekelbrot

Und da traut sich das Umweltministerium noch zu sagen: „Der Vorgang zeige, dass die Lebensmittelüberwachung im Freistaat funktioniere.“

Nach drei Jahren. Da lach ich mich kaputt. Wie gut, dass ich immer in unserer Kleinbäckerei gekauft habe.

Erich Seyfried Neufahrn


Die Ekelfirma war also den Behörden schon seit 2009 immer mal wieder aufgefallen, wurde aber erst jetzt geschlossen, als es wohl wirklich nicht mehr so weiterging. Da kommt dem kleinen Bürger schon der lästerliche Gedanke, ob da wieder einmal jemand jemanden gekannt haben könnte?

Dr. Ulf-H. Knabe Weilheim

Am 30. Januar 2012 waren also die Regale bei Müller-Brot leer, da die Produktion wegen Hygiene-Mängel behördlicherseits gestoppt wurde. Müller-Brot: ein Schwelbrand. Damit gab sich die Presse und der Bayerische Rundfunk nicht zufrieden und klärten dankenswerterweise trotz Behinderung der zuständigen Behörden auf. Und dann begann das „Wulffen“ von Müller und behördlicherseits: zuerst lügen, dann nur das zugeben, was aufgrund der der Presse vorliegenden Fakten nicht zu leugnen ist. Der Bürger kennt diese leider neue Form der Wahrheitsfindung schon. Fazit nach einer Woche Recherche: In den Müller-Brot-Backmaterialien sind Schädlinge wie Käfer, Schaben, Motten und Mäusekot (ob auch passierte Mäuse, ist ungeklärt, da wo Kot ist, sind auch die Verursacher, wo Mäuse sind, sind auch Ratten). Die verdreckte Müller-Produktion, den Behörden seit Sommer 2009 bekannt (Müller zahlte auch schon 10 000e Euro Bußgeld), diese hat aber das Problem nie ernsthaft beseitigt, es schadet wohl der Rendite bei Müller, die behördlicherseits wohl Priorität hat. Obwohl die Behörden vom Steuerzahler als Arbeitgeber finanziert werden, hielt man es nicht für nötig, diesen zu informieren, sondern schützt die finanziellen Interessen des Investors, siehe obige Artikel (mir stehen die Haare zu Berge). Jetzt kommt der Landrat und sagt, „eine Information des Verbrauchers hätte möglicherweise Schadensersatzforderungen von Müller-Brot nach sich gezogen. Wenn die Gesetze tatsächlich so wirklichkeitsfremd und verbraucherschädlich sind, muss man diese halt den veränderten Gegebenheiten anpassen! Ohne vorgeschriebene Kennzeichnung mischte Müller-Brot mit behördlicher Billigung und Schutz des Investors (nicht des Verbrauchers) obige „Zutaten“ der Ware bei, das ist Schlechtlieferung und Betrug. Und das Umweltministerium? „Der Vorgang zeigt, dass die Lebensmittelüberwachung im Freistaat klappt“, ja, spinne ich jetzt ganz?

Klaus Döhla Münsing-Ammerland

„Ekel-Brot: Ämter wussten alles“; Titelseite, Dirk Walter: „Der Ekelbrot- Skandal“; Kommentar, Patrick Wehner: „Mäusekot bei Müller-Brot“; Bayern 4./5. Februar, „Bei Müller-Brot ist hartes Durchgreifen gefordert“; Leserbriefe 6. Februar

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