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Von wegen Materialermüdung

„Sonnenstraße wird sa- niert“; München 3. Februar

Wer während seiner Schulzeit im Physikunterricht zugehört hat, müsste erkennen, dass der Rohrbruch in der Sonnenstraße kein unerklärliches Ereignis ist. Die Untersuchung des Gusseisen-Rohres durch ein Labor dient ausschließlich der Vertuschung der eigentlichen Ursache. Dieser Bruch war programmiert. Die Bauwirtschaft erzeugt solche Schäden. Durch Fixierung der Rohre mittels Holzklötze, die irgendwann verfaulen, kommt es zu Verspannungen weil sich beim Verfüllen der Baugrube von oben zwangsläufig Hohlräume unter den Rohren bilden und das Rohr durch Oberflächendruck bricht. In der Regel an der Schweißnaht. Das Ergebnis der Laboruntersuchung wird mit Sicherheit lauten: Materialermüdung! Das gleiche passiert bei den Abwasserkanälen. Die Behälter unter den Kanaldeckeln werden ebenfalls mit Holzklötzen fixiert. Immer wieder senken sich Kanaldeckel ab. Sie werden mittels Ausgleichsringe wieder auf Straßenniveau angehoben. Durch diese Absenkung wird die Kanalisation undicht. Es versickern Unmengen an ungeklärte Abwässer in den Untergrund. Das interessiert keinen Politiker. Aber im Gegenzug verpflichten sie mich ein Gutachten erstellen zu lassen, dass mein Abflussrohr zum Abwasserkanal dicht ist. Wozu sitzen im Bauamt hoch bezahlte Bauingenieure? Mir hat einmal ein Ingenieur einer Baufirma gesagt: „Diese Bauweise ist gängiges Verfahren. Es dient ausschließlich den Zweck der Bauwirtschaft, Folgeaufträge zu sichern.“

Gerhard Rossberg München

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