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Weitere Stimmen zu den Olympia-Pläne in Garmisch

„Hotelier und Landwirt zu Olympia“; Leserbriefe 31. Dezember/1./2. Januar

„Frei nach einem Schlagwort des vergangenen Jahres frage ich mich, schaffen sich die Olympischen Spiele selber ab? Sportler und ihre Betreuer (inklusive Berater) werden nach wie vor mit unerlaubten Mitteln (Doping) den Erfolg suchen. Einfach kotzig, dann wieder diese Lügen zu verfolgen. In den Eisbahnen findet ein schizophrener Kampf um tausendstel Sekunden statt. Dazu noch Skeleton und diese komischen Bilder mit dem Zweier-Rodel. Die Skispringer ersticken in ihren Regularien. Um des Spektakels willen werden in die schöne Landschaft ,Half-pipes‘ und andere künstliche Kampfbahnen gesetzt. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Der Turmbau von Babel geht weiter.“

 Hans Rabl Markt Indersdorf


„Auch den Landwirten gebührt Ehre. Zwischen den Zeilen des bezogenen Leserbriefes kann man doch herauslesen, dass Herr Hilleprandt, unter anderem bei Nichtdurchführung der olympischen Winterspiele 2018, einen persönlichen finanziellen Verlust befürchtet. Dass die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen hoch verschuldet ist, kann doch wahrhaftig nicht den dortigen Landwirten und Grundstückseigentümern angelastet werden. Das hat hierzu keinen Bezug! Mit Herrn Hilleprandt stimme ich überein, dass die Gegend um Garmisch-Partenkirchen zu einer der schönsten in unserem Lande zählt. Wer pflegt und erhält diese großräumige Kulturlandschaft? Es sind überwiegend die dortigen Landwirte, auf welche der Herr Hotelier so mächtig einschlägt. Auch wird dieser bereits bis jetzt durch die Arbeit dieser Landwirte und Kulturpfleger profitiert haben. Vom ehemaligen Chef der Bewerbungsgesellschaft wurden die Landwirte, welche Grundstücke zur Verfügung stellen sollten, nicht einmal gefragt, ob sie einverstanden sind. Der Eigentümer eines Grundstückes am Ziel der Kandaharabfahrt soll enteignet werden. So wichtig ist diese geschäftliche Sportveranstaltung für die Gesamtheit dieses Landes nicht. Einige machen das Geschäft, und die Gesamtheit der Steuerzahler soll dafür zahlen.“

 Walter Wöll Hechendorf



„Ich kann den Bauern von Garmisch-Partenkirchen, besonders Herrn Hornsteiner, zu so viel Mut nur gratulieren. Herr Hilleprandt wirft den Bauern den Erhalt von Subventionen für ihre Wiesen vor. Soll er doch mal eine Sense oder einen Motormäher in die Hand nehmen und damit die Steilhänge machen. Ich glaube, er käme nicht weit und er würde alles hinwerfen. Wenn der Bauer die Wiesen nicht mehr pflegt, dann wächst alles zu. Dann bleiben auch die Sommerurlauber weg. Weil Sie Subventionen ansprechen: Auch Ihr Gewerbe bekommt Steuerermäßigung auf 7 %. Und vorher bei der Währungsumstellung wurde in den größeren Gaststätten eins zu eins umgestellt, während alle übrigen Einbußen hinnehmen mussten. Sie behaupten, Garmisch versinke wegen der hohen Schulden und maroder Sportstätten in der Bedeutungslosigkeit. Der Wank soll trotz hoher Staatsschulden untertunnelt werden, damit alle, die in Garmisch nicht ihren Urlaub verbringen, so schnell und geräuschlos wie nur möglich neben dem Ort durchgeschleust werden können.“

 Josef Seemüller Weilheim

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