„Hotelier und Landwirt zu Olympia“; Leserbriefe 31. Dezember/1./2. Januar
„Frei nach einem Schlagwort des vergangenen Jahres frage ich mich, schaffen sich die Olympischen Spiele selber ab? Sportler und ihre Betreuer (inklusive Berater) werden nach wie vor mit unerlaubten Mitteln (Doping) den Erfolg suchen. Einfach kotzig, dann wieder diese Lügen zu verfolgen. In den Eisbahnen findet ein schizophrener Kampf um tausendstel Sekunden statt. Dazu noch Skeleton und diese komischen Bilder mit dem Zweier-Rodel. Die Skispringer ersticken in ihren Regularien. Um des Spektakels willen werden in die schöne Landschaft ,Half-pipes‘ und andere künstliche Kampfbahnen gesetzt. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Der Turmbau von Babel geht weiter.“
Hans Rabl Markt Indersdorf
Walter Wöll Hechendorf
„Ich kann den Bauern von Garmisch-Partenkirchen, besonders Herrn Hornsteiner, zu so viel Mut nur gratulieren. Herr Hilleprandt wirft den Bauern den Erhalt von Subventionen für ihre Wiesen vor. Soll er doch mal eine Sense oder einen Motormäher in die Hand nehmen und damit die Steilhänge machen. Ich glaube, er käme nicht weit und er würde alles hinwerfen. Wenn der Bauer die Wiesen nicht mehr pflegt, dann wächst alles zu. Dann bleiben auch die Sommerurlauber weg. Weil Sie Subventionen ansprechen: Auch Ihr Gewerbe bekommt Steuerermäßigung auf 7 %. Und vorher bei der Währungsumstellung wurde in den größeren Gaststätten eins zu eins umgestellt, während alle übrigen Einbußen hinnehmen mussten. Sie behaupten, Garmisch versinke wegen der hohen Schulden und maroder Sportstätten in der Bedeutungslosigkeit. Der Wank soll trotz hoher Staatsschulden untertunnelt werden, damit alle, die in Garmisch nicht ihren Urlaub verbringen, so schnell und geräuschlos wie nur möglich neben dem Ort durchgeschleust werden können.“
Josef Seemüller Weilheim
Münchner Merkur
Ressort Leserbrief
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