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Nur wenige Ältere haben Arbeit

„Immer mehr Ältere noch berufstätig“; Titelseite 22. Februar

Frau von der Leyen erklärt vollmundig, dass 40,8 % der 60- bis 64-Jährigen in Lohn und Arbeit sind. Hiermit will sie uns dummen Bürgern verkaufen, wie gut sie als Statistik-Verschleierungsministerin ist. Allerdings verschweigt sie uns, dass in dieser Falschistik zirka 800 000 Mini-Jobber (mit steigender Tendenz) und sogar Selbstständige eingerechnet sind. Sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind von den 60- bis 64-Jährigen nur 27,5 %! Und nur die zahlen in die Sozialversicherung ein. Mich wundert, dass DGB-Chef Michael Sommer sich an dieser Aktion beteiligt hat. Durch die ewig lächelnde Ministerin wird eine geschönte Statistik nicht ehrlicher.

Holger Mairoll Kolbermoor

Vielleicht sollte Frau von der Leyen mal in die freie Wirtschaft gehen. Alles dummes Gerede, vielleicht Zahlen, die auf einem Papier stehen. Aber was die Wirklichkeit anbetrifft, alles Müll. Dass immer mehr Ältere immer länger arbeiten müssen und wollen, ist sehr wohl richtig. Aber sie soll doch mal richtig hinschauen. Man lässt es doch nicht zu. Ich habe das beste Beispiel in unserer Firma, da werden allen Arbeitnehmern über 60 Jahren, die zum Teil Jahrzehnte in der Firma arbeiten, Angebote unterbreitet, sagen wir mal die Firma frühzeitig zu verlassen, ohne darauf zu achten, ob die Menschen hinterher auch einen ausreichenden sozialen Hintergrund haben. Ich bin 63 Jahre alt und mir selber hat man schon ins Gesicht gesagt, dass die Alten weg müssen. Die haben ihr Leben gehabt. Jetzt sind die Jungen dran, die brauchen viel nötiger das Geld zum Leben und für ihre Familien. Und liebe Frau von der Leyen, wo sind denn die Jobs für die über 60-Jährigen. Keine Frage, vom rechtlichen Standpunkt her kann uns nichts mehr passieren, aber wie sieht bei einer Durchsetzung der Rechte eine weitere Zusammenarbeit aus?

Christa Schmidtke Ebersberg

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