„EU rügt das Betreuungsgeld“; Titelseite, „Kinderkrankheit ‚Sprachstörung‘“; Weltspiegel 2. Februar
In der gleichen Ausgabe ist zum einen zu lesen, dass Kinder unter zehn Jahren mit zunehmender Häufigkeit an psychischen Erkrankungen und Sprachstörungen leiden, zum anderen, dass die EU Pläne deutscher Politiker kritisiert, die es Eltern erleichtern sollen, ihre Kinder selber zu betreuen, da diese Pläne „kontraproduktiv für die Förderung der Beschäftigung“ seien. Bin ich denn die einzige, der hier ein Zusammenhang auffällt? Elternverbände, Pädagogen, Kinderpsychologen, wo bleibt Euer Aufschrei? Tierschützer warnen regelmäßig und mit Recht davor, Welpen zu früh von ihrer Mutter zu trennen, um ihre Sozialisierungsphase nicht zu gefährden. Wo sind die „Menschenschützer“, die das gleiche für Kinder fordern und verhindern, dass Babys ab acht Wochen in Fremdbetreuung gegeben werden? Im Supermarkt kann es uns nicht „Bio“ genug sein, aber wenn es um die biologischste Sache der Welt geht, eine stabile Mutter-Kind-Bindung nämlich, soll eine Erhöhung der Anzahl der Krippenplätze das Nonplusultra sein? Vielleicht sollte die EU in diesem Zusammenhang einmal darüber nachdenken, ob nicht auch „die starke Notwendigkeit“ bestünde, an das Wohl der Kinder zu denken. Und wenn schon nicht um der Kinder willen, dann wenigstens zum Schutz eines soziokulturellen Phänomens – der Muttersprache!
Ursula Baumgartner München
Wolfgang Zeitler Pöcking
Geschiedene Frauen sollen ihre Kleinkinder zu Hause betreuen dürfen, weil es kann nicht sein, dass Gerichte davon ausgehen, dass die Betreuung in einer Einrichtung generell besser ist als die zu Hause bei den Eltern. Frauen (Hausfrauen), die ihre Kleinkinder liebend gern zu Hause betreuen würden, wird sogar die „Herdprämie“ verweigert und nun sollen sie laut EU zwangsbeschäftigt werden. Liebe Eltern, passt auf, demnächst heißt es: Gebärmaschinen, geht in den Kreisssaal und dort werden Euch die Babys genommen und gleich in ein „Lernprogramm“ in die Wirtschaft gesteckt. Wohin soll das alles führen?
Maria Müller Unterhaching
Münchner Merkur
Ressort Leserbrief
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