Fahrenzhausen - Die Mittagsbetreuung und zwei Anträge von Heinrich Stadlbauer (FBL) führten jüngst im Gemeinderat Fahrenzhausen zu längeren Diskussionen und einem Disput zwischen dem Antragsteller und Bürgermeister Rudi Jengkofer (CSU).
Dabei war ein Antrag Stadlbauers, einen Raum des Horts für die Mittagsbetreuung zu benutzen, schnell vom Tisch und mit 3:13 Stimmen abgelehnt. Denn nur noch bis zum Schuljahresende könne laut Jugendamt der Raum „Werken/Therapie“ umgenutzt werden, ohne dass die Betriebserlaubnis für den Hort gefährdet werde. Dem anderen Antrag Stadlbauers war Erfolg beschieden: Weil sich zu Spitzenzeiten 39 Kinder in der Mittagsbetreuung befänden, hatte Stadlbauer für diese Zeiten die Einstellung einer dritten Betreuungskraft gefordert. Alles andere wäre „eine Zumutung“. Jengkofer reagierte ungehalten, schließlich seien - so die neuesten Zahlen - maximal 35 Kinder gleichzeitig in der Mittagsbetreuung, und das, laut Jengkofer, nur für eine Viertelstunde einmal pro Woche. Außerdem sei das Betreuungspersonal sowohl mit der räumlichen als auch mit der personellen Ausstattung „zufrieden“. Wieso also „Probleme reindiskutieren“, wo es keine gebe? Geschäftsstellenleiterin Monika Steurer, die die Belegungszahlen mit 30 bis 35 Kindern gleichzeitig (insgesamt besuchen 62 Kinder die Mittagsbetreuung) vorlegte, betonte, dass es für solche Einrichtungen keinen vorgeschriebenen Personalschlüssel gebe: Eine Mittagsbetreuung arbeite „ohne pädagogisches Konzept“, diene sozusagen der „Verwahrung“ der Kinder. Doch die Mehrheit der Gemeinderäte schlug sich auf die Seite Stadlbauers, für die Stunden der Spitzenbelegung eine dritte Kraft zu engagieren (Kosten: 5000 bis 6000 Euro pro Jahr). Mit 10:6 Stimmen beschloss man, das Personal aufzustocken.

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