Schwabsoien - Klein, aber oho: Das war der diesjährige Basar für Festtags- und Kommunionkleidung in Schwabsoien, bei dem erstmalig auch Trachten angeboten wurden.

Aussuchen, anprobieren, im Spiegel bewundern: Ob Gabriele Jocher und ihre Tochter Nora beim Kleiderbasar in Schwabsoien das richtige Kleid gefunden haben? Foto: cho
Bereits zum 16. Mal hat der Elternbeirat der Soier Schule diesen organisiert, und kaum hatte es 14 Uhr geschlagen, drückte sich eine ganze Schar Eltern und Kinder in den kleinen Raum der Schwabsoier Grundschule.
Drei Ständer mit Anzügen und Hemden in Miniformat, ein Ständer Mädchenträume in Weiß und ein Ständer Dirndl und Trachtenjacken waren bald in den Umkleidekabinen verschwunden, und so mancher musste geraume Zeit warten, bis die begehrten Stücke wieder zur Anprobe zur Verfügung standen.
Doch ganz unkritisch waren die kleinen Kunden trotz der strahlenden Augen nicht: Da zwickte mal ein Schuh, war ein Hemdenkragen zu eng oder die Ärmel an einem Kleid zu „puffig“. Die meisten Basarbesucher gingen allerdings nach einigem An- und Ausziehen zufrieden mit vollen Taschen nach Hause, ebenso wie die fleißigen Mitglieder des Elternbeirats. „Wir sind sehr zufrieden, wie es dieses Jahr gelaufen ist“, resümierte Manuela Dacher, „und auch, wenn meistens nicht viel hängen bleibt: Die strahlenden Kinderaugen entschädigen mich und meine sieben Kolleginnen total für die Arbeit im Vorfeld.“
Der Verkauf der Trachten lief zwar noch etwas zäh, aber Manuela Dacher ist optimistisch, dass das in den folgenden Jahren besser wird: „Vielleicht braucht es ein paar Jahre, dass die Leute das annehmen. Wir werden Dirndl und Lederhosen auf jeden Fall auch in den nächsten Jahren wieder anbieten.“
Und ob dann neben Kommunioneltern auch Trachtler den Weg in die Grundschule finden, wird sich beim nächsten Basar zeigen, der auch dann wieder genau eine Woche nach den Weihnachtsferien stattfinden wird.
cho
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