Au/Hallertau - Mancher Autofahrer dürfte sich verwundert die Augen reiben, wenn er am Wirtsberg in Pfettrach auswärts in Richtung Willertshausen fährt. Grund dafür sind kunterbunte Hopfenstangen.

Im Hopfengarten verewigt: Diese Nachwuchskünstler drückten der Hopfenstange ihren Handflächen-Stempel auf. Weitere Fotos gibts im Internet: www.merkur-online.de/freising.
Mitglieder des Kunstvereins „Freisinger Mohr“ hatten die Aktion ins Leben gerufen. Am Samstagmorgen nahmen die Mitglieder um Vorsitzenden Dieter Hammer das Hopfenfeld in Beschlag, wobei sich als eigentliche „Attentäterin“ Annemarie Forstner herausstellte. „Ich bin öfters an aufgelassenen Hopfengärten vorbeigefahren und habe mir gedacht, da müsste man doch was machen.“
Rasch war mit dem still gelegten Feld von Evi und Gerhard Rieger in Pfettrach ein geeignetes Areal gefunden. Und auch engagierte Mitglieder konnten schnell für das Projekt gewonnen werden. So war die Stimmung prächtig, was sich bildlich auch auf die Stangen auswirkte, die nach und nach ihre dunkle Imprägnierfarbe gegen Rot, Grün, Gelb und Blau eintauschten - und zwar auf ganzer Länge. Die sonst zum Drahtaufhängen verwendete Kanzel samt Bulldog wurde kurzfristig als Malergerüst zweckentfremdet.
Keine der Säulen gleicht der anderen. Neben Farben kamen auch Mosaiksteinchen und Papierbögen zum Einsatz. Brigitte Hoppstock und Angela Schall fertigten gar einen Totem-Marterpfahl. Auch Kinder und Jugendliche drückten dem grundierten Holz ihre Handflächen-Stempel auf. (hel)
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