„Seit Freitag ist der Stöpsel draußen“, formulierte es am Dienstag Josef Poxleitner, Leiter der Obersten Baubehörde im Innenministerium. Ihn und eine ganze Reihe anderer an der Nordspangen-Planung Beteiligter hatte der Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber (CSU) im Tölzer Rathaus zusammengetrommelt, um die Öffentlichkeit über den Stand der Dinge zu informieren.
Am Freitag war im Staatlichen Bauamt Weilheim die entscheidende Nachricht aus dem Bundesverkehrsministerium durchs Fax gerattert: Der Bund als Geldgeber des Großprojekts - prognostizierte Kosten: 22 Millionen Euro - erklärt sich mit allen Punkten der Planungen einverstanden. Wie berichtet, hatte das Ministerium zuletzt gefordert, an einigen Stellen zu überprüfen, ob es nicht auch ein wenig billiger geht. „In Absprache mit dem Bundesrechnungshof sind alle Fragen geklärt“, verkündete Poxleitner.
Und wie geht’s jetzt weiter? Der nächste Schritt ist das sogenannte Planfeststellungsverfahren. Dabei wird das Projekt mit allen Betroffenen und Vertreteren öffentlicher Belange abgestimmt: etwa Anwohner, Naturschutz oder Wasserwirtschaftsamt. „Wir können jetzt die Unterlagen dafür vorbereiten“, so Poxleitner. „Spätestens 2014“ werde man das Verfahren bei der Regierung von Oberbayern beantragen. „Das Verfahren dauert ein, eher zwei Jahre.“ Sobald ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt, könnten Gegner der Nordspange Klagen einreichen. „Ein Datum für den Bau zu nennen, wäre angesichts solcher Unwägbarkeiten Wahrsagerei.“
Einige Knackpunkte der Planung erläuterte Günther Grafwallner, Chef des Staatlichen Bauamts Weilheim. Die Einzelheiten dazu lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe des Tölzer Kurier.
(ast)















