Gaißach - Die Gemeinde Gaißach überlegt, eine Bürgerstiftung einzurichten. Über Details will Bürgermeister Nikolaus Trischberger am Mittwochabend im Gemeinderat sprechen.
Als die Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen die Idee einer solchen Stiftung vor Kurzem vorstellte, „fand ich das sehr interessant“, sagt Trischberger im Gespräch mit unserer Zeitung. Jetzt will er mit dem Gemeinderat besprechen, was die Mitglieder über eine solche Stiftung denken.
Zum Hintergrund: Die Sparkasse hat im vergangenen Jahr die Grundlagen geschaffen, wie sich Namens- und Bürgerstiftungen relativ unkompliziert auf den Weg bringen lassen. Die sogenannte Stiftergemeinschaft der Sparkasse arbeitet mit der Deutschen Stiftungstreuhand (DT) zusammen, die sich wiederum um die gesamte Verwaltung kümmert.
In eine Bürgerstiftung können Privatpersonen bereits mit einer Spende von 200 Euro einsteigen - „zustiften“, heißt das im Fachjargon. „Damit erhöht sich dann der Grundstock der Stiftung“, erklärt Stephan Mondry, Mitarbeiter im Vorstandssekretariat der Sparkasse. Um die Verwaltung kümmert sich die Bank zusammen mit der DT. Zudem steht die Sparkasse für die Stifterberater zur Verfügung, und das Kuratorium der Bank fungiert als zusätzliches Kontrollorgan. Natürlich fallen dafür auch Kosten an. „Die Höhe wird individuell mit der Gemeinde vereinbart“, sagt Mondry.
„Wenn die Idee Interesse findet, werden wir uns von einem Fachmann nochmal alle Details erklären lassen“, sagt Bürgermeister Trischberger. Die Sitzung beginnt heute um 19 Uhr im Rathaus. Weitere Themen sind Renaturierungsmaßnahmen an der Isar und eine Voranfrage des SC Gaißach, der die Schießstätte erweitern möchte.
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