Bad Tölz - Beim Winterdienst ist es schwer, es allen recht zu machen. Diskussionsstoff gibt es erst recht, seit die Stadt ihr neues Räumkonzept verwirklicht. Als Opfer der Einsparungen sahen sich nun einige Pendler.

Christian Fürstberger Leiter desstädtischen Bauamts
Am Park & Ride-Platz am Bahnhof „war es extrem schwierig, noch zu parken“, beschwerte sich am Mittwoch eine 47-Jährige. Die Angestellte, die jeden Tag mit der BOB nach München zur Arbeit fährt, war ungehalten. „So etwas habe ich noch nie erlebt, seit ich in Tölz wohne. Die Zufahrt ging noch, aber auf die einzelnen Parkplätze kam man nur mit Anlauf. Andere waren gar nicht mehr zugänglich, weil Schneehaufen drauflagen.“ Außerdem habe die Gefahr bestanden, dass Autos am Unterboden beschädigt werden. „In der BOB haben noch mehrere Leute geschimpft.“
Nach Auskunft von Betriebshof-Chef Jakob Geißler haben die Probleme aber nichts mit dem neuen Räumplan der Stadt zu tun. „Ein Parkplatz ist einfach schwierig zu räumen“, sagt er. „Was will man machen, wenn Autos draufstehen?“ Die Vermutung der 47-jährigen Pendlerin, der Parkplatz sei zwei Tage lang nicht geräumt worden, treffe nicht zu. Geißler: „Selbsverständlich waren wir da. Aber wir können auch nicht alle zwei Stunden hinfahren.“
Dennoch: Fürstberger will die Beschwerden berücksichtigen, um die Umlaufstrecken der Räumfahrzeuge für den kommenden Winter zu optimieren. „Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, den Park & Ride-Platz ziemlich früh geräumt zu haben.“
Wie Fürstbergers allgemeines Zwischenresümee zum neuen Winterdienst-Konzept ausfällt, lesen Sie in der Printausgabe des Tölzer Kurier. (ast)
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