Greiling - Der Falkner Paul Klima möchte einen Film drehen. Am liebsten in Greiling. Doch daraus wird nichts. Der entsprechende Antrag sorgte im Gemeinderat für eine hitzige Diskussion.

Paul Klima und Steinadler Sky müssen nun in Hartpenning fürs Filmprojekt trainieren. Foto: archiv
„Der Schrei des Adlers“ heißt das Projekt, an dem Paul Klima derzeit arbeitet. Es ist eine „umfangreiche Dokumentation“, erläuterte der Falkner, der am Dienstag in den Greilinger Gemeinderat gekommen war - in erster Linie kommt es bei dem Film nämlich auf spektakuläre Luftaufnahmen an. Deshalb stellte Klima, der eigens für die Doku den Flugschein machte und Mitglied der Greilinger Luftsportvereinigung ist, den Antrag auf eine „vorübergehende Außenstart- und Landererlaubnis für ein Ultraleichtflugzeug“. Geplant sind Flüge mit Steinadler Sky, aber auch dem Nachwuchs des Falkenhofs. Drei weitere Vögel sollen an ein Flugzeug gewöhnt werden - in der Luft und am Boden bei sogenannten Rollübungen.
Mit seinem Antrag packte Klima ein ganz schön heißes Eisen an, wie sich schon im Vorfeld der Ratssitzung zeigte: Nachdem die Meldung einen Tag zuvor in der Presse veröffentlicht worden war, stand bei einigen Räten das Telefon nicht still. „Die Bürger sind einfach verunsichert, wenn da immer wieder drüber diskutiert wird, ob die lauten Maschinen nun starten dürfen oder nicht“, brachte es Johann Huber (FWG) auf den Punkt. „Auch für mich gibt es da nur ein ,Nein’ zu diesem Antrag“: Mit seiner Meinung hielt auch Vize-Bürgermeister Josef Langeder (FWG) nicht hinterm Berg. Zu groß sei die Belästigung durch die Verbrennungsmaschinen.
Ein Umstand, den Klima nachvollziehen konnte_ „Mir ist die Geschichte des Flughafens ja hinlänglich bekannt.“ Doch er gab nicht auf, appellierte an den Familiensinn der Gemeinderäte: „Ich sehe meine Kinder ja eh kaum. Müsste ich auf einen anderen Flugplatz - beispielsweise Hartpenning - ausweichen, wäre ich pro Woche noch weitere fünf Stunden nicht bei ihnen zu Hause.“
Rückendeckung erhielt der Falkner von Bürgermeister Hans Ostermünchner: „Ich bin der Meinung, dass der Antrag vertretbar ist. Rasenmähen ist ja auch überall von 7 bis 19 Uhr möglich. Wenn sich jemand gestört fühlen möchte, dann kann er sich da auch dran stoßen.“
Mehr zur Sitzung lesen Sie am Donnerstag in der Print-Ausgabe des Tölzer Kurier. (stb)
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