Kesselberg-Bilanz: Eine Motorradsaison ohne Todesopfer

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    • 22.01.13
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Kesselberg-Bilanz: Eine Motorradsaison ohne Todesopfer

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Kochel am See - Weniger Unfälle, geringerer Sachschaden und vor allem kein Todesopfer: Die Kesselberg-Bilanz für 2012 fällt positiv aus. „Es ist weniger passiert als 2011, obwohl gleich viele Motorradfahrer unterwegs waren“, sagt der Kochler Polizeichef Steffen Wiedemann.

Faszination Kesselberg: Ein Motorradfahrer auf der kurvigen Bergstrecke zwischen Kochel und Urfeld. Foto: uva-Press/A

Faszination Kesselberg: Ein Motorradfahrer auf der kurvigen Bergstrecke zwischen Kochel und Urfeld. Foto: uva-Press/A

Im vergangenen Jahr ereigneten sich auf der Bergstrecke zwischen Altjoch und Urfeld 14 Unfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren. Neun erlitten dabei schwere Verletzungen. Auch für 2011 listete die Unfallstatistik der Polizei neun schwerverletzte Zweiradfahrer auf. Im Vorjahr ereigneten sich dagegen insgesamt 18 Motorradunfälle, bei denen zudem einer der Fahrer ums Leben kam. „Wir hatten 2012 zum Glück keinen Toten zu beklagen“, sagt Wiedeman.

Wenig aussagekräftig ist nach Einschätzung des Polizeichefs allerdings die Schadensbilanz. 2012 beläuft sich die Zahl auf 49 000 Euro, für 2011 weist die Statistik 91 000 Euro aus. „Das hängt viel davon ab, ob ein Neufahrzeug in den Unfall verwickelt ist oder ein älteres Modell.“ Laut Wiedemann „macht das schnell einige tausend Euro aus“.

Als hauptsächliche Unfallursache nennt der Polizeihauptkommissar die Geschwindigkeit. Kurioserweise waren aber nicht alle Motorradfahrer zu schnell dran. Der Polizeichef weiß von einem Sturz, der auf zu langsames Fahren zurückzuführen ist. Eine junge Frau war demnach in der Goethe-Kurve bei Urfeld so gemächlich unterwegs, dass sie in Schräglage umzufallen drohte. Die Fahranfängerin gab deshalb kräftig Gas und schlitterte so prompt in den Gegenverkehr. Die junge Frau ist kein Einzelfall. „Am Kesselberg sind voriges Jahr etliche Fahranfänger gestürzt, die noch zu wenig Praxiserfahrung hatten.“

Laut Wiedemann sind es aber nicht nur die Jungen, „die wie die Blöden rasen“. Bei den Kontrollen am Berg seien die Beamten oft erstaunt, wenn sie einen Raser anhalten und der seinen Helm abnimmt. „Da steht dann ein Mann im gesetzten Alter mit grauen Schläfen vor dir.“ Wiedemann und dessen Kollegen reden diesen Verkehrssündern ins Gewissen und fragen sie, ob sie sich keine Gedanken um ihre Familie machen. „Die haben Kinder zuhause und lassen am Kesselberg die Sau raus.“ Für Wiedemann ist das unverantwortlich.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Printausgabe des Tölzer Kurier. (ao)

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