Wollen zeigen, wofür sie stehen: (v.l.) FDP-Kreisvorsitzender und Bezirkstagskandidat Daniel Reuter, Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, Landtagskandidat Volker Koschay und Klaus Breil, energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion aus dem Wahlkreis Weilheim. foto: Claudia Köstler

Wissenschaftsminister Heubisch: Studenten sollen selber zahlen

Bad Tölz - Es könnte alles noch viel schlimmer sein: Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat beim Neujahrsempfang der Kreis-FDP mit höheren Studiengebühren und bayerischen Alleingängen kokettiert.

Obwohl die FDP am Vorabend in Niedersachsen völlig überraschend 9,9 Prozent bei der Landtagswahl geholt hatte, war die Stimmung beim Neujahrsempfang im Tölzer „Starnbräu“ erst einmal recht nüchtern. Für Kreis-Chef Daniel Reuter ist es „bedenklich, dass wir nicht mehr als eigenständige Partei wahrgenommen werden, sondern nur noch als Anhängsel der Union und Mehrheitsbeschaffer“. Er forderte deshalb, den Wahlkampf zu nutzen, „um zu zeigen, wofür wir stehen“.

Das nahm sich Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gleich zu Herzen: Statt allen wohl und keinem weh zu tun, zündelte er an so manchen brandheißen Themen. Etwa an den Studiengebühren: „Ich bin sauer, wenn Studenten demonstrieren und sagen, sie haben wegen der Gebühren nichts mehr zu essen. Das ist blanker Populismus.“ Für den ehemaligen Zahnarzt und heutigen „Kunstminister“, wie er sich selbst nennt, sei es „wesentlich gerechter, wenn Studenten für ihre Ausbildung selbst aufkommen, und nicht der Handwerker es mit seiner Lohnsteuer finanziert“.

Heubisch ergänzte, dass die Gebühren in anderen Länder noch viel höher seien. „Die Schweiz 1000 Euro, Holland 1700, England 11 000 Pfund. Sollten wir nicht da hin?“ Doch er ruderte schnell wieder zurück. „Eigentlich will ich bei 500 Euro pro Semester bleiben.“ (cjk)

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