Wissenschaftsminister Heubisch: Studenten sollen selber zahlen

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    • 22.01.13
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Wissenschaftsminister Heubisch: Studenten sollen selber zahlen

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Bad Tölz - Es könnte alles noch viel schlimmer sein: Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat beim Neujahrsempfang der Kreis-FDP mit höheren Studiengebühren und bayerischen Alleingängen kokettiert.

Wollen zeigen, wofür sie stehen: (v.l.) FDP-Kreisvorsitzender und Bezirkstagskandidat Daniel Reuter, Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, Landtagskandidat Volker Koschay und Klaus Breil, energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion aus dem Wahlkreis Weilheim. foto: Claudia Köstler

Wollen zeigen, wofür sie stehen: (v.l.) FDP-Kreisvorsitzender und Bezirkstagskandidat Daniel Reuter, Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, Landtagskandidat Volker Koschay und Klaus Breil, energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion aus dem Wahlkreis Weilheim. foto: Claudia Köstler

Obwohl die FDP am Vorabend in Niedersachsen völlig überraschend 9,9 Prozent bei der Landtagswahl geholt hatte, war die Stimmung beim Neujahrsempfang im Tölzer „Starnbräu“ erst einmal recht nüchtern. Für Kreis-Chef Daniel Reuter ist es „bedenklich, dass wir nicht mehr als eigenständige Partei wahrgenommen werden, sondern nur noch als Anhängsel der Union und Mehrheitsbeschaffer“. Er forderte deshalb, den Wahlkampf zu nutzen, „um zu zeigen, wofür wir stehen“.

Das nahm sich Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gleich zu Herzen: Statt allen wohl und keinem weh zu tun, zündelte er an so manchen brandheißen Themen. Etwa an den Studiengebühren: „Ich bin sauer, wenn Studenten demonstrieren und sagen, sie haben wegen der Gebühren nichts mehr zu essen. Das ist blanker Populismus.“ Für den ehemaligen Zahnarzt und heutigen „Kunstminister“, wie er sich selbst nennt, sei es „wesentlich gerechter, wenn Studenten für ihre Ausbildung selbst aufkommen, und nicht der Handwerker es mit seiner Lohnsteuer finanziert“.

Heubisch ergänzte, dass die Gebühren in anderen Länder noch viel höher seien. „Die Schweiz 1000 Euro, Holland 1700, England 11 000 Pfund. Sollten wir nicht da hin?“ Doch er ruderte schnell wieder zurück. „Eigentlich will ich bei 500 Euro pro Semester bleiben.“ (cjk)

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Kommentare

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Marius22.01.2013, 20:59
(14)(0)

Ich finde es ehrlich gesagt sehr frech, dass die FDP hier den "einfachen" Handwerker instrumentalisiert.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Handwerker mit seiner Lohnsteuer auch die universitäre Bildung finanziert. Genauso wird der Student später als Akademiker mit erhöhten Steueraufkommen staatliche Leistungen finanzieren, die dem Handwerker zu Gute kommen - und zwar unanbhängig davon, ob er diese Leistungen auch selbst in Anspruch nimmt. Das nennt sich Sozialstaatsprinzip.

Wenn man die Auffassung der FDP konsequent fortdenkt, dann landet man in einer Gesellschaft, in der alle staatlichen Leistungen nur durch Gebühren finanziert werden. Was vereinfacht folgendes bedeutet: Jeder bezahlt die Leistung, die er in Anspruch nimmt!
Das mag auf den ersten Blick ganz gut klingen, wenn man jedoch über den neoliberalen Tellerand hinwegschaut, wird man feststellen, dass es dann vor allem dem "einfachen" Handwerker sehr schlecht gehen wird. Diese Politik ist ein Rückschritt in ein feudales Zeitalter.

Ich weiß, dass man mit der Argumentation kein Mitglied der FDP überzeugen wird, sind diese Menschen doch gerade Mitglieder dieser Partei um solch eine Gesellschaftsordnung herbeizuführen, aber alle anderen sollten nicht auf diese billige Polemik reinfallen.
Die FDP versucht hier nur einen Keil zwischen die Studentenschaft und den Rest der Bevölkerung zu treiben, und das ist aufs gröbste unanständig. Lasst euch hier nicht auseinanderdividieren!

Die Studiengebühren werden fallen und als nächstes gehts an die Kosten für die Meisterausbildung!

Übrigens: Es ist schon eine ziemliche Frechheit, dass die Studiengebühren von einem Herren verteidigt werden, der selbst unentgeltlich studieren durfte und jetzt einer Partei angehört, die sich vor allem auf die Senkung der Steuern für Besserverdienende spezialisiert hat.

kampf22.01.2013, 18:15
(5)(0)

Sehr gut Herr Heubisch,
für sonstigen Schrott (Alkohol, Handy usw.) haben die Studenten auch Geld.
Das können sie für was Sinnvolles (Studium) auch ausgeben.

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