Kajakfahrer schwer verletzt: Retter kämpfen sich durchs Unterholz

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    • 09.07.12
    • Lenggries
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Retter kämpfen sich durchs Unterholz

Kajakfahrer kentert am Sylvenstein 

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Lenggries - Dieser Einsatz verlangte ihnen alles ab: Am Samstag ging der Notruf um 11.15 Uhr beim Lenggrieser BRK ein. Ein Kajakfahrer war zwei Kilometer unterhalb des Sylvensteindamms gekentert.

Mit dem Hubschrauber wurde der 30-jährige Kajakfahrer in die Klinik nach Murnau gebracht. Foto: BRK

Eine Gruppe von anderen Wassersportlern war bei ihm - doch der 30-Jährige war nicht ansprechbar, bewusstlos.

„Wir sind sofort los“, sagt Einsatzleiter Wolfgang Schmel. Doch das erste Problem erwartete ihn und seine Mannen am Sylvenstein. Handyempfang und Funk - beides funktioniert in dieser Gegend nur eingeschränkt. „Die Berge sind zu nah dran“, sagt Schmel. Gut, dass wenigstens ein Mobiltelefon schwachen Empfang hatte - und die Gruppe der Kajakfahrer gefunden werden konnte. Allerdings: der Weg zum Verletzten war beschwerlich. „Die Stelle, an der er kenterte, ist die, an der die Isar am weitesten von der Bundesstraße entfernt ist“, sagt der Einsatzleiter. Zwei Kilometer ging es durchs Gestrüpp. Das Ganze drei Mal - im Gepäck Einsatzkoffer und Notfallausrüstung: „Alles zusammen wiegt 30 Kilo.“ Gut, dass Wasserwachtler zu Hilfe eilten.

Gemeinsam entschied man vor Ort, den Verletzten nicht bis zur Straße zu tragen. „Wir haben den Hubschrauber gerufen“, sagt Schmel. Der nahm den 30-Jährigen, der aus dem Rhein-Main-Gebiet kommt mit und brachten ihn die Murnauer Klinik. Die gute Nachricht: „Als wir vor Ort waren, konnte der Mann auch wieder sprechen“, sagt Schmel. Er glaube nicht, dass der Kajakfahrer bleibende Schäden von dem Unfall behalte. (stb)

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Kommentare

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Woifi09.07.2012, 15:28
(27)(0)

Das ist halt unsere Freizeitgesellschaft: Für das ungetrübte Vergnügen einiger müssen andere den Kopf hinhalten. An dieser Stelle einmal einen ganz herzlichen Dank all jenen, die haupt- und ehrenamtlich viel Zeit und Mühe investieren, um andere zu retten! In meinen Augen sind sie das wichtigste Element unserer Gesellschaft und viele von ihnen machen ihre Arbeit in aller Stille.

Die Feuerwehren haben den Vorteil, dass ihre ebenfalls super Arbeit öffentlich besser wahrgenommen wird. Wenn's brennt oder kracht, schauen halt viele zu. Wenn aber in aller Stille tagtäglich durch die Rettungsdienste Menschen geholfen wird und zahlreiche Menschenleben gerettet werden, verhindern Daten- und Patientenschutz (gottlob) eine intensive Berichterstattung. Dadurch aber werden diese stillen Helden des Alltags leider oft übersehen und ihre Arbeit als selbstverständlich betrachtet.

Daher an die Rettungsteams von Rettungsdienst und Wasserwacht vom Sylvensteinsee ein herzliches 'Vergelt's Gott!'

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