Bad Tölz - Viele Fachleute aus unterschiedlichsten Bereichen stellen sich für Gottes Lohn in die Dienste des Tölzer Stadtmuseums vom Chefarzt bis zum Sprayer.

Ehrenamtlich für das Museum im Einsatz (v.li. u. im Uhrzeigersinn): Sprayer Florian Scheiter, Orthopäde Dr. Matthias Zurstegge und Kalligraphin Brigitta Kirst. Fotos: Arndt pröhl
Das Tölzer Stadtmuseum soll ein Schmuckstück werden. Um die Geschichte der Stadt und des Tölzer Landes möglichst facettenreich und spannend darstellen zu können, holt Peter Syr Profis aus ganz verschiedenen Lebensbereichen mit ins Boot. „Bezahlen können wir die natürlich nicht, umso mehr freut es uns, dass wir so engagierte ehrenamtliche Unterstützer gefunden haben“, so der Berater der Stadt in Museumsdingen.
Eine gewaltige Herausforderung wäre für das Museumsteam die Präsentation des Ascholdinger Mädchens geworden. Die sterblichen Überreste der 14-Jährigen, die etwa im Jahr 15 nach Christus lebte, sind für einen Laien nicht in eine halbwegs sinnvolle Ordnung zu bringen. „Ich rief im Tölzer Krankenhaus an und fragte nach einem Pathologen“, so Syr. Die Dame in der Zentrale habe ihm nach Schilderung seines Anliegens allerdings wärmstens empfohlen, doch lieber auf einen Orthopäden zu setzen, der die Knochen wieder in die Richtige Ordnung bringt. „Chefarzt Dr. Matthias Zurstegge hat spontan zugesagt“, freut sich der Museums-Pädagoge. Der Mediziner hat auch seine Frau Sigrid mit ins Museum gebracht, eine Radiologin. Oräsentiert wird das Ascholdinger Mädchen später in einem Szenario, das dem ursrpünglichen Fundort ähnelt - im Boden eines Hauses.
Kalligraphin Brigitta Kirst zeichnet unterdessen die Isarwinkler Erdgeschichte an eine andere Wand - ebenfalls für Gottes Lohn.
Aus dem anderen Raum im ersten Stock ist die Stimme Zurstegges zu hören: „Das deformierte Schlüsselbein deutet auf eine schwere Arbeit hin - wahrscheinlich hat das Ascholdinger Mädchen viel gesenst.“
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