Bad Tölz - Vierbeinige Mitbewohner kommen nicht bei allen Vermietern gut an - und auch Bewerber mit Kindern haben teils schlechte Karten.

Der treue Blick des Hundes öffnet viele Herzen – verschließt aber auch manche Türen zu Mietwohnungen. Foto: dpa
Auf Wohnungssuche mit Hund: Für den Kochler Christian Weinberger ist das wie berichtet ein schweres Unterfangen.
„Bei Mietwohnungen sind die Chancen, mit Hund eine zu bekommen, zu drei Vierteln kein Problem“, lautet die Einschätzung von Peter Jarosch, Immobilienmakler bei Remax in Tölz. Ähnlich ist es bei Ulrich Lüer, Tölzer Teamleiter beim Immobilienmakler Engel & Völkers. Bei Familien mit Kindern gebe es in der Regel auch kein Problem. Das sieht auch Stärz von der Caritas so: „Wir haben hier sehr viele sozial engagierte Leute, die einer Familie gerne eine Wohnung geben möchten.“ Allerdings sei es in der Region allgemein schwierig, eine passende Wohnung zu finden - vor allem bei eingeschränktem Budget.
Diese Erfahrung musste auch eine Tölzerin machen. Um ihre Chancen auf dem Immobilienmarkt nicht zu schmälern, will sie sich nicht namentlich zitieren lassen. „Seit etwa einem halben Jahr suche ich nach einer Dreieinhalb- bis Vier-Zimmer-Wohnung - für maximal 850 Euro kalt“, sagt die Mutter von zwei Kindern. Vor allem Vier-Zimmer-Wohnungen seien sehr selten. „Man hat bei vielen Vermietern das Gefühl, sie nehmen lieber jemanden, der ihnen 100 Euro mehr gibt, als einer Familie eine Chance zu geben.“
(Christine Eimansberger)
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