Bernbeuren - Über zwei Stunden lang haben Elternvertreter und Gemeinderäte in Bernbeuren darüber diskutiert, wie Kinder vor Ort am besten betreut werden können und wie groß diesbezüglich der Bedarf ist. Eine Elternbefragung soll jetzt darüber Klarheit schaffen.

Die Kindergartenzahlen hat Kiga-Leiterin Benedikta Bentenrieder (links) im Bernbeurener Gemeinderat per Beamer detailliert vorgestellt. Foto: mg
Mit dem Umbau des Kindergartens und dem Einbau einer Kinderkrippe hat die Katholische Pfarrkirchenstiftung St. Nikolaus Bernbeuren ihre „Hausaufgaben“ so gut wie gemacht. „Im Juli soll alles fertig sein“, kündigte Kirchenpfleger Wendelin Schleich an. Insgesamt 380 000 Euro (davon 100 000 Euro Zuschuss von der Diözese Augsburg) seien bisher investiert worden. Dazu zählt auch die neue Kinderkrippe, „die ab September in Betrieb gehen wird“, informierte Kindergartenleiterin Benedikta Bentenrieder am Dienstagabend die Gemeineräteräte und Elternvertreter. Die neue Einrichtung (mit der Bezeichnung „Sternschnuppengruppe“) sei auf 17 Plätze ausgerichtet, wobei es nicht verkehrt sei, wenn die Krippe anfangs nicht voll belegt ist, „sondern nach und nach wachsen kann“.
Im Bernbeurener Kindergarten werden laut Bentenrieder derzeit 91 Buben und Mädchen betreut. Davon sind 68 Regelkinder (der Großteil mit Betreuungszeiten von vier bis fünf und fünf bis sechs Stunden). Bisher werden dort auch drei Kinder unter drei Jahren betreut sowie ein Kind mit Behinderung sowie 18 Schulkinder (der ersten und zweiten Klasse), die auch eine Mittagsverpflegung erhalten.
„Dann brauchen wir aber auch zusätzliches Personal“, erkannte Gemeinderat Hans Echtler folgerichtig. Für Gemeinderätin Karolin Klaus wäre es deshalb wichtig, zuerst den Bedarf zu ermitteln. Wie viele Schüler der dritten und vierten Klasse würden ein Mittagessen und eine Betreuung überhaupt in Anspruch nehmen? Das hängt aber auch davon ab, wie ab Herbst die Stundenpläne aussehen.
Marlies Kleber vom Elternbeirat der Grundschule regte bei der Betreuungsdebatte auch den Einsatz von Sozialpädagogen an, was bei Gemeinderat Anton Huber auf wenig Gegenliebe stieß. Das müsse man doch selber auf die Reihe bringen, meinte er mit dem Hinweis darauf, dass die Lehrer doch auch eine psychologische Ausbildung hätten. Und überhaupt: Kinder müssten sich doch ausleben dürfen, ihre Energie sollte - wie bei einem Ross - nicht eingezwängt werden.
„Wir haben einen hervorragenden Kindergarten“, zollte Bürgermeister Heimo Schmid den Verantwortlichen ein großes Lob. Wer sich davon überzeugen will, hat am 10. März bei einem Info-Tag Gelegenheit. Bis dahin soll auch der Fragebogen für die Eltern ausgearbeitet sein. Davon erhofft sich die Kindergartenleitung Planungssicherheit.
Bestimmen Sie auf der Karte die Region, aus der Sie Nachrichten angezeigt bekommen möchten.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.