Dachau - Um die Schulwegsicherheit ist esim Dachauer Bauausschuss gegangen. Das Thema war wegen der Augustenfelder Straße wieder aufgerollt worden - leider bleibt hier alles, wie es ist.
Eigentlich war das Thema Schulwegsicherheit zunächst wegen der Augustenfelder Straße aufgerollt worden: Das Bündnis für Dachau hatte im Dachauer Bauausschuss einen Antrag gestellt, dort baulich etwas zu verändern, um eine Verkehrsberuhigung zu erreichen. Daraufhin hatte der Bauausschuss der Verwaltung den Auftrag gegeben, ganz Dachau nach gefährlichen Situationen am Schulweg zu durchsuchen.
Und so fanden sich in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses neun Punkte, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, bei denen etwas für eine Verbesserung der Sicherheit auf dem Schulweg unternommen werden kann und sollte, was Kai Kühnel (Bündnis) süffisant mit „wir freuen uns, dass unser Antrag inhaltlich so explodiert ist“ kommentierte.
Diese Freude schwand aber schnell. Zwar wurden acht der neun Maßnahmen ohne nennenswerte Diskussion von den Stadträten abgesegnet (siehe Kasten) - doch einer war der CSU-Fraktion ein Dorn im Auge: Ausgerechnet die Augustenfelder Straße.
Claus Webers (FW) Einwand, dass eine Bedarfsampel oder ein Zebrastreifen sinnvoller wären, scheiterte an der Zulässigkeit: Beides darf die Stadt mittlerweile in einer Tempo-30-Zone nicht mehr neu schaffen. „Und liegende Polizisten sind auch nicht zulässig“, stellte Meyer trocken fest, und fügte nach einem allgemeinen Auflachen hinzu: „Also, diese Aufbauten auf die Fahrbahn.“
Der einzige Weg, die Sicherheit der Schüler an der Stelle zu erhöhen, sei eine Aufstellfläche zu schaffen, so Meyer. „Trotzdem werden wir dieser Verengung nicht zustimmen“, erklärte Gertrud Schmidt-Podolski (CSU) vehement. „Ich kann nicht jede Gefahr abwenden, da müssen wir schon bei der Realität bleiben.“ Schließlich sei es an 20 anderen Stellen in Dachau genau so.
Das letzte Aufbäumen Kühnels, „ist doch irrsinnig, da nichts zu machen“, half letztendlich auch nichts: Die CSU-Fraktion schlug zusammen mit Claus Weber den Rest des Ausschusses. 8:7 Stimmen gegen die Verengung.
np
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