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Dachau: Halle komplett niedergebrannt

Dachau: Halle brennt komplett nieder

Dachau - Schon wieder ist es in der Stadt Dachau zu einem Großbrand gekommen: Diesmal stand eine Halle in der Roßwachtstraße in Flammen. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wird auf rund 800.000 Euro geschätzt.

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Gegen 6.40 Uhr am Donnerstagmorgen werden Polizei und Feuerwehr alarmiert: In der Roßwachtstraße steht eine etwa 30 mal zehn Meter große Halle in Flammen. Darin sind eine Schreinerei und ein metallverarbeitender Betrieb untergebracht.

Bis die Feuerwehren eintreffen, evakuieren Beamte der Bereitschaftspolizei (Bepo), deren Gelände unmittelbar an die brennende Halle anschließt, ein Unterkunftsgebäude der Bepo, in dem in Zweibettzimmern der Nachwuchs untergebracht ist. Nur etwa acht Meter trennen die Zimmer der 41 Auszubildenden von der Flammenhölle. Deswegen besteht auch die Gefahr, dass Funken auf das Bepo-Gebäude übergreifen. Einige junge Polizeibeamten helfen bei der Absicherung der Brandstätte. Sie sperren die Straße, um keine Verkehrsteilnehmer zu gefährden.

Außerdem versuchen die Polizeibeamten, die rund 100 Feuerwehrkräfte aus Dachau, Ampermoching, Gröbenzell, Karlsfeld, Hebertshausen, Pellheim und Prittlbach mit zwei Wasserwerfern zu unterstützen und die Flammen einzudämmen.

Gegen 8.30 Uhr ist das Feuer gelöscht. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 800.000 Euro. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner per Rundfunkdurchsage aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen. Es konnten aber noch keine Angaben zur Brandursache gemacht werden.

„Das Feuer ist in der Schreinerei ausgebrochen“, sagte Feuerwehrsprecher Wolfgang Reichelt. Die Möbelschreinerei befindet sich im ersten Drittel der Halle. Sie brannte komplett aus. Obwohl die Einsatzkräfte verhindern konnten, dass sich die Flammen weiter ausbreiten, wurden das Holzlager und die Maschinen im Mittelteil der Halle in Mitleidenschaft gezogen. Probleme machte laut Reichelt die extreme Kälte. Aufgrund der zweistelligen Minustemperaturen bestand die Gefahr, dass Pumpen, Leitungen und Schläuche einfrieren. Mit Leuchtstrahlern wurde versuchte, dem entgegenzuwirken. Auch das Löschwasser ist sofort zu Eiszapfen gefroren. „Selbst die Kleidung einiger Feuerwehrmänner ist in kürzester Zeit starr gefroren“, so der Feuerwehrsprecher.

Christian Chymyn und Conny Kirmaier

Rubriklistenbild: © Sailer

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