Dachau - Im letzten Konzert des Jahres war Harry Kulzer zu Gast im Café Gramsci, auf Einladung des Vereins Tollhaus-Dachau.

Spiel mit Leidenschaft: Harry Kulzer und Mathilda. Foto: HAB
Das alte Klavier Mathilda verteidigte tapfer seinen Platz gegen das E-Piano in Kulzers Kofferraum. Dessen Sorge, ob er das betagte Instrument nicht zu sehr strapazieren würde, war durchaus berechtigt. Aber: Es hielt. Nur die Zugabe spielte Kulzer dann auf seiner Resonatorgitarre.
Harry Kulzer spielte nicht nur Klavier, er spielte vor allem mit dem Publikum. Er nahm Stimmungen auf und erzeugte Stimmungen. So flocht er zwischen Blues, Ragtime und Boogie, immer wieder Geschichten aus seinem Leben ein: Er warf einen Rückblick auf Epochen als Filmkomponist, die Vertonung von Werbespots, den Ausblick auf die 25-Jahr-Feier seiner Band „Table for Two“, und kehrte zurück zu den United Balls.
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