Im Einsatz gegen die Stechmückenplage

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    • 30.06.11
    • Haimhausen
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Im Einsatz gegen die Stechmückenplage

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Hebertshausen - Die Bürger fordern eine biologische Bekämpfung der Insekten. Der Gemeinderat stimmte aber nur der Übernahme der Kosten für das Spritzmittel zu.

Ideale Brutstätten für die Mücken sind die Überschwemmungsgebiete. foto: khr

Ideale Brutstätten für die Mücken sind die Überschwemmungsgebiete. foto: khr

Viele Bürger aus Hebertshausen und Ampermoching leiden unter der Stechmückenplage. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren haben sich die Stechmücken vermehrt bemerkbar gemacht, nachdem die Amper und auch die Bäche im Gemeindebereich nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten waren und die dadurch entstandenen Überschwemmungsgebiete zu einem idealen Brutplatz für die Insekten wurden.

Um dieser Plage Herr zu werden, haben 220 Bürger, die hauptsächlich im Umfeld der Amperauen leben, mit einer Unterschriftenliste eine biologische Stechmückenbekämpfung durch die Gemeinde gefordert. Die Initiatorin Andrea Pressmar erklärte, dass man sich nicht mehr im Freien aufhalten könne. Auch Schutzcremes würden nicht helfen. Und mit dieser Meinung stand sie nicht alleine, denn innerhalb nur einer Woche sammelte sie 220 Unterschriften von Bürgern, die sich eine biologische Mückenbekämpfung unter dem Schirm der Gemeinde wünschen.

Mit knapper Mehrheit lehnte dies der Gemeinderat aber ab. Die Gemeinde übernimmt lediglich die Kosten für die Spritzmittel. Die Bürger müssen sich um die erforderliche Kartierung, die behördliche Genehmigung und um das Ausbringen des Spritzmittels selbst kümmern. Als Bekämpfungsmittel kommt das Bakterium Bacillus Thuringiensis Israelensis (BTI) in Betracht, das schon am Chiemsee und in der Gemeinde Olching erfolgreich gegen die Mückenplage eingesetzt wurde. Bürgermeister Michael Kreitmeir (FBB) erläuterte, dass laut Mitteilung der Regierung von Oberbayern die Bekämpfung von Stechmücken keine staatliche Aufgabe sei, sondern dass sie von den Betroffenen bei Bedarf selbst durchgeführt werde. Für die Bekämpfung ist in jedem Fall eine Feinkartierung der Bekämpfungsgebiete erforderlich. Nach Kartierung ist das Genehmigungsverfahren mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Dachau und bei FHH-Gebieten mit der Oberen Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberbayern einzuleiten.

Wie der Bürgermeister erklärte, hat die Verwaltung mit Dr. Martin Baars aus Hebertshausen Kontakt aufgenommen und ihn um ein Angebot zur Feinkartierung im Gemeindegebiet gebeten. Demnach würden Kosten in Höhe von rund 5000 Euro auf die noch zu gründende Interessengemeinschaft für die Feinkartierung und die Begleitung bei der Genehmigung und Bekämpfung der Stechmücken anfallen.

Auch ist der BTI-Einsatz an strikte Vorgaben gebunden. Das Spritzmittel darf nicht in Gewässer ausgebracht werden, sondern nur in überschwemmten Flächen, die im Vorfeld eben detailliert zu kartieren sind. Überdies muss eine entsprechende Genehmigung vorliegen.

„Ein enormer Aufwand für ein paar Mücken“, meinte dazu Gemeinderat Michael Vogl (CSU). „Warum sollte es in Hebertshausen unmöglich sein, was in Olching problemlos funktioniert“, stellte Richard Reischl (CSU) in den Raum. „Durch beide Gemeinden fließt die Amper.“ Gemeinderätin Inge Gruber (FBB) gab zu bedenken, dass das Spritzmittel BIT nicht nur die Stechmücken bekämpft, sondern auch andere Tierarten mitvernichtet. Obendrein ist eine Zustimmung der jeweiligen Grundstückseigentümer erforderlich, sollte das Spritzmittel zur Anwendung kommen.

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