Seit kurzem hat Niederroth einen eigenen Madlverein. Die stellvertretende Vorsitzende Theresa Endres (24) erzählt, was der Verein so alles plant – und welche tragische Rolle der heilige Bund der Ehe spielt.

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Das Führungsduo Theresa Endres (l.) und Jennifer Schubert
Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, einen Madlverein zu gründen?
Im September 2009 haben die Burschen ihren eigenen Verein in Niederroth gegründet. Da wollten wir natürlich nachziehen, so kam der Gedanke für einen eigenen Verein zu Stande.
Was hat habt Ihr mit dem Madlverein schon unternommen, und was ist für die Zukunft geplant?
Einmal im Monat treffen wir Mädels uns zum Stammtisch beim Wirt in Niederroth. Dazu kommen dann spezielle Veranstaltungen: Im Dezember hatten wir einen Glühweinabend und einen Skiausflug nach Söll haben wir auch organisiert. Das Sommerprogramm steckt noch in den Kinderschuhen, darüber machen wir uns gerade Gedanken.
Arbeitet Ihr mit dem Burschenverein zusammen?
Kanntet Ihr Euch alle?
Im Moment haben wir 38 Mitglieder aus dem ganzen Landkreis. Die Madln kommen zum Teil aus Hirtlbach, Ebersbach, Dachau und sogar Gerolsbach. Davon kannte sich die meisten bereits. Aber wir bekommen immer wieder Zuwachs. Oft kennt ein Mitglied jemanden und bringt sie dann mit. So lernt man neue Leute kennen und findet neue Freunde. Im Prinzip kann jeder dazu kommen.
Bei so vielen Damen untereinander, gibt’s da auch ab und zu Streit oder Lästereien?
Der Ruf eilt den Frauen ein bisschen vorraus. Na klar bleiben auch wir nicht verschont von so etwas. Aber: Es sind eben 38 Mädls und 38 sehr unterschiedlich Charaktere. Bisher gab es aber keine großen Streitereien und ich denke und hoffe auch, dass das so bleiben wird! Wir sind auch nur Menschen!
Herrscht bei Euch Dirndl-Pflicht?
Wir haben uns extra Vereinsdirndl schneidern lassen, aber keiner ist gezwungen sie immer zu tragen. Bei Fahnenweihen ist es natürlich schon schöner, wenn man einheitlich auftaucht. Wir haben auch T-Shirts mit Name und Logo.
Und ab wann ist man kein Madl mehr?
Ganz traditionell, sobald man heiratet, scheidet man aus. So ist es üblich.
Interview: Dominik Göttler
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