Superbanner

Streetart und Projektmanagement in Verbindung

Die Kunst des Planens

Streetart und Business – passt das zusammen? Ja, tut es. Sehr gut sogar. Der erste gemeinsame Workshop der United Street Artists und der Beratungsagentur Erfolgsspur hat alle jugendlichen Skeptiker überzeugt. Davon, dass es sich lohnt, große Projekte in kleine Ziele zu zerlegen. Und davon, dass man alles schaffen kann – wenn man es richtig angeht.

Bunte Spraydosen stehen auf den Tischen. Daneben liegen ordentlich getackerte Handouts. Vor jedem Platz eines. Streetart meets Business steht in großen geschwungenen Buchstaben auf dem Titelblatt. Die Graffitikunst und das Geschäftsleben – zwei scheinbar unvereinbare Welten. Heute sollen sie zusammentreffen. „Wer von Euch hat Bock, einmal ein Graffiti selbst zu machen?“, fragt der ausgebildete Rhetorik- und Präsentationstrainer Bernhard Döring. Alle Hände schnellen nach oben. „Und wer hat Lust, auf Projektmanagement?“ Keiner der neun Jugendlichen meldet sich.

Bernhard Döring hat es nicht anders erwartet. Projektmanagement – das klingt nun mal so gar nicht nach Spaß. Genau das ist die Herausforderung für ihn und seinen Kollegen Thomas Hack. Die beiden wollen ihre Gäste heute davon überzeugen, dass Projektmanagement jede Menge Spaß macht – und nicht nur etwas für BWLer ist. „Unser ganzes Leben besteht aus Projekten“, findet Bernhard Döring. Jeder einzelne Tag bringe neue Herausforderungen und Ziele – und sie seien um so vieles leichter zu meistern, wenn man sie mit ein klein wenig Struktur und Organisation angeht. Das wollen die beiden leidenschaftlichen Graffitikünstler und genauso leidenschaftlichen Betriebswissenschaftler ihren jungen Gästen beweisen.

Thomas Hack macht deshalb ein kleines Abenteuer aus dem trockenen Business-Stoff. Er erklärt den Jugendlichen, was eine Projektdefinition ist, wie eine Risikoplanung funktioniert und wie sich große Aufgaben in kleine Teilprojekte zerlegen lassen – anhand einer einfachen Pizzabestellung. Es wird viel gelacht an diesem Vormittag. Die Businesswelt, sie ist lange nicht so langweilig, wie der ein oder andere gefürchtet hatte. Und dann geht es los. Die Jugendlichen werden in drei Teams eingeteilt. Sie alle bekommen die Aufgabe, bis halb fünf eine Streetart-Ausstellung zu organisieren. Mit allem, was dazu gehört. Werbung, Zeitplan, Arbeitsaufteilung, Einkauf und Kostenanalyse – und natürlich: mit einem Graffiti-Kunstwerk.

Genau das, worauf der 15-jährige Kevin Lust hat. Er wollte schon lang mal eine Spraydose in der Hand halten. Nun hat er endlich die Gelegenheit dazu. Aber bis es soweit ist, gibt es erstmal viel Arbeit: Es muss Material eingekauft werden, Eintrittskarten müssen gedruckt werden, die Presse wird informiert und seine Gruppe muss sich auf ein Motiv einigen. Er hat Glück. Er hat Anna-Lena in seinem Team. Und die 17-Jährige hat gerade entdeckt, dass sie ein Talent hat, von dem sie bislang nichts wusste: Rechnen und kalkulieren, Zeitpläne erstellen und im Team kreativ sein. Es dauert gerade mal eine halbe Stunde, bis ihre Gruppe genau weiß, was sie machen möchte und wie sie es angehen will. Noch vor wenigen Stunden kannten sich die drei Jugendlichen nicht einmal – nun arbeiten sie als eingespieltes Team zusammen. Jeder macht das, was er am besten kann. Anna-Lena zeichnet die Schablone, Benedikt und Kevin schneiden sie aus und sprayen schließlich einen schwarzweißen Panda-Bären vor einem knallbunten Hintergrund auf ein Holzbrett. Es ist vier Uhr, als die drei vor ihrem ersten eigenen Graffiti stehen. Sie sind nicht nur weit vor der fiktiven Ausstellungseröffnung fertig – sie sind auch unglaublich stolz.

Auch die anderen Gruppen haben bis halb fünf fertige Kunstwerke und sind ebenfalls stolz, dass sie die knifflige Aufgabe als Team gelöst haben. Thomas Hack und Bernhard Döring sind sehr zufrieden. Auch sie haben ihre knifflige Aufgabe gelöst – die Jugendlichen haben heute nicht nur gelernt, wie sie Herausforderungen strukturiert bewältigen können. Sie haben vor allem jede Menge Spaß gehabt. Für Kevin war dieser Tag aber viel mehr als nur ein Workshop. Der 15-Jährige wird das nächste Schuljahr bei einer Gastfamilie in Kanada verbringen. Ein Traum, für den er lange gekämpft hat. Der heutige Tag hat ihm ein wenig von seiner Angst vor diesem Abenteuer genommen. Bernhard Döring hat gerade einen Satz gesagt, den er sich auf sein Handout notiert hat: „Es gibt nichts, was Ihr nicht schaffen könnt! Geht große Ziele einfach in vielen kleinen Schritten an.“ Diesen Satz will Kevin sich merken. Er fühlt sich jetzt bereit – für die große Herausforderung, die vor ihm liegt.

Katrin Woitsch

zurück zur Übersicht: Jugendseite

Kommentare

Ihr erreicht die imPuls-Redaktion per Email, Telefon oder Fax:

Termine

Mal wieder Lust auf Party? Hier sind die wichtigsten Termine der kommenden Wochen für alle, die gute Musik, gute Stimmung und gute Laune lieben...

Dachau im Bild

Facebook 'Like Box' wird geladen... Inhalt wird geladen - Downloadanzeige

http://www.facebook.com/impuls.dachau300truefalsefalse
  • Impuls des Monats
  • Themen

48 Stunden ohne... Apple

Michi gibt es zu: Er ist ein Apple-Freak. Nun hat er ein Wochenende das scheinbar Unmögliche ausprobiert: Notizzettel statt iPad, Radio statt iTunes, Funkstille statt iPhone...Mehr...

Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper