Dachau - Meike Koester bezauberte etwa 50 Zuhörer in der „WG-Küche“ des Café Gramsci in Dachau.

Manchmal ist die Länge der Pause ein Gradmesser für die Qualität eines Konzerts. Bei Meike Koester war das der Fall. Die junge Frau aus Braunschweig hat im Gramsci eine halbe Stunde lang Pause gemacht. Und das bedeutet: Das Konzert war gut. Verdammt gut.
Zweitens aber wegen des finanziellen Erflogs. Denn besonders schön für Musiker ist es, wenn sich Begeisterung nicht nur in freundlichem Schulterklopfen und Sprüchen wie „Richtig toll, Deine Songs“ äußert, sondern auch weniger brotlos daherkommt. Also zurück zur Pause: Die geriet so lange, weil Meike Köster Zeit brauchte, um die vielen Interessenten beim Kauf ihrer CDs zu beraten und Bestellungen für ihr ab Februar erhältliches neues Album zu aufzunehmen.
Meike Koesters Song-Feuerwerk über die Liebe, Angst und Einsamkeit hatten das Publikum also vollkommen überzeugt. Kurz vor der Pause sang sie: „Ich möchte, dass Du scheinst, ich möchte dass Du leuchtest.“ An diesem Abend brauchte Meike Koester nur ins Publikum zu blicken, um leuchtende Augen zu sehen. Oder in den Spiegel.
(flg)
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