Dachau - Noch nie hat es Kai Kühnel geschafft, eine französische Band ins Café Gramsci zu holen. Alle haben seine Einladungen bisher abgesagt. Nur eine nicht: Sans Souci.

Französische Chansons und Rotwein sind für das Trio Sans Souci unzertrennlich. Totophe genießt ein Glas. Foto:kn
Wer am Mittwochabend im Café Gramsci war, der war nicht in Dachau. Sondern in einem kleinen französischen Bistro mitten in der Normandie. Es fehlte beim Blick aus dem Fenster wirklich nur die Aussicht auf die typischen Klippen, den Sandstrand und die sanften oder felsigen Hügel. Denn das Trio Sans Souci hat die Dachauer in seine Heimat entführt.
Mit einem Glas Rotwein in der Hand, einer großen Portion Chanson in der Stimme und einem Gramsci-Besucher im Arm beginnt Gégé (Gérard Viel) sein erstes Lied. Und seine Reise durch die Normandie. Mit typischen französischen Fötenklängen entführen die Musiker ihre Zuhörer zum Meer, Wein und Käse.
Sie haben ihre Lieder zwar schon oft in Deutschland gesungen, aber noch nie im Süden - leider, wie sich das Trio jetzt einig ist. Denn es gefällt ihnen ganz „magnifique“, also super, in “Daschooo“, also Dachau. Das sollten sie auch ihren anderen französischen Musikerkollegen erzählen.
Denn bisher ist Sans Souci die erste Band aus Frankreich, die ins Gramsci gekommen ist. Die erste von vielen, die Kai Kühnel vom Tollhaus bereits eingeladen hat. Aber wenn sich erst einmal herumspricht, wie schnell sich das Gramsci in ein französisches Bistro verwanden kann, und wie toll die Dachauer französisch mitsingen, kommen vielleicht bald mehrere.
Am Ende tanzen Totophe und Philippe Alan alias Fifi d’Amour mit ihren Akkordeons zwischen Gästen, Stühlen und Tischen. Gégé bringt den Dachauern ein französisches Lied bei. Beim Refrain sollen alle mitsingen. Und es klappt wunderbar. Es sind zwar keine schwierigen Vokabeln, sondern nur „la, la la la“, aber es klingt trotzdem richtig französisch. Nach Liebe. Wein. Und Meer. (cb)
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