Schnelles Internet: Gemeinde muss selbst aktiv werden

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    • 28.01.13
    • Odelzhausen
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Schnelles Internet: Gemeinde muss selbst aktiv werden

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Odelzhausen - Fachinformationen im Gemeinderat Odelzhausen zeigen: Datenautobahn führt an der Gemeinde vorbei.

Über Verbesserungsmöglichkeiten und technische Details in Sachen Internet informierte Robert Manhart (stehend) Gemeinderat und Bürger. Dicht gedrängt folgten viele Interessierte im vollbesetzten Sitzungssaal seinen Ausführungen. Foto: sm

Über Verbesserungsmöglichkeiten und technische Details in Sachen Internet informierte Robert Manhart (stehend) Gemeinderat und Bürger. Dicht gedrängt folgten viele Interessierte im vollbesetzten Sitzungssaal seinen Ausführungen. Foto: sm

Schnelles Internet ist gefragt. Für großes Interesse, auch bei den Bürgern, sorgte deshalb die Vorstellung von Möglichkeiten im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung in Odelzhausen. Robert Manhart (30), Fachinformatiker/Systemintegration aus dem Ortsteil Roßbach, informierte die Räte ausführlich. Manharts Fazit: Verbesserungen sind vor allem in den Ortsteilen nur möglich, wenn die Gemeinde von sich aus tätig wird.

Manhart machte deutlich, dass es vor allem für Fachkräfte, Architekten, Informatiker und IT-Fachleute auch zuhause immer wichtiger wird, auf schnelles Internet zugreifen zu können. Ein Betroffener aus Ebertshausen kündigte in der Sitzung sogar an, wegziehen zu müssen, wenn er seinen Beruf von zuhause aus nicht ausüben könne. Manhart: „Eine schnelle Anbindung ist sehr wichtig, da heutzutage ein flüssiges Arbeiten vom Homeoffice Standard ist.“

ADSL ist für ihn nicht der aktuelle Stand der Technik. Manhart: „VDSL ist fünf bis zehnmal schneller und besser.“ In der Sitzung wurde deutlich, dass vor allem in den Ortsteilen wie Ebersried und Hadersried Handlungsbedarf besteht. Auch die in der Nachbargemeinde Pfaffenhofen gescheiterte LTE-Anbindung (Long Term Evolution) ist keine Lösung, so Manhart.

Die Staatsregierung sehe das Problem, dass ländliche Regionen mit Breitbandinternet von mindestens 50 Mbit/s weitgehend unterversorgt sind. Im Rahmen einer zweiten Breitbandförderungsoffensive wird der Freistaat wieder Gelder fließen lassen.

Um eigene Aktivitäten und den Einsatz von finanziellen Mitteln wird die Gemeinde aber nicht herumkommen. Manhart rät zu einer Bedarfsanalyse in den Unternehmen im Glonntal, weil die Wirtschaft hier mehr Druck ausüben könne. Manhart: „Soweit es den Breitbandausbau betrifft, gerät die Gemeinde Odelzhausen im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden immer mehr ins Hintertreffen. In Altomünster, Sulzemoos und Bergkirchen sind bereits ganze Ortsteile mit 50 Mbit/s auf der Datenautobahn unterwegs. Pfaffenhofen an der Glonn strebt laut der Telekom den Spurwechsel Ende Mai diesen Jahres an.“

Weil ihn die Problematik sowohl persönlich als auch beruflich interessiert, ist Manhart Mitglied im Bundesverband „Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- e.V.“ geworden. Der Verband kämpft gegen ungleiche Lebensvoraussetzungen und persönliche Nachteile in Sachen Internet. In Odelzhausen rät Manhart, dass die Gemeinde in Verhandlungen mit der Telekom tritt und über eine kostenlose VDSL-Nachrüstung in Sixtnitgern, Roßbach, Sittenbach sowie Breitbandpaten verhandelt. Außerdem soll eine Planungs- oder Machbarkeitsstudie erstellt werden. (sm)

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