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Auf die richtige Technik kommt es an

Auf die richtige Technik kommt es an

Dachau - Seine eigenen Grenzen überwinden - unter diesem Motto versuchten elf Rekordanwärter sich mit skurrilen Aufgaben einen Platz im Guinness Buch der Rekorde zu sichern.

Mit Bällen kann ja jeder jonglieren: Drum tut es Milan Roskopf mit scharfen Äxten. foto: hab

© AUTO_DAH

Mit Bällen kann ja jeder jonglieren: Drum tut es Milan Roskopf mit scharfen Äxten. foto: hab

Ob Seilhüpfen, Axtwerfen oder 24 Stunden lang Pfeifen - der Fantasie der Teilnehmer waren keine Grenzen gesetzt.

Wer mit drei Bällen jonglieren kann, ist noch längst keine Rekordanwärter. Milan Roskopf allerdings jongliert nicht etwa mit Bällen, sondern mit scharfen Äxten. 53-Mal warf er die schweren Werkzeuge in die Luft und fing sie zielsicher wieder auf, ohne dabei seine Füße zu gefährden.

Noch mehr Kurioses gab es am vergangenen Wochenende bei den Impossibility Challenger (Anm. d. Red.: Unmögliche Wettbewerbe) in der ASV-Halle in Dachau zu sehen.

Christian Schäfer aus Nepthen bei Siegen hatte sich für diesen Tag gleich fünf Diszipline ausgedacht. „Ich bin zufällig im Internet auf einen Mann aus New York gestoßen, der 100 Weltrekorde hält“, erzählt der 18-Jährige. „Ich war davon so beeindruckt, dass ich es selbst auch mal versuchen wollte.“

Einen langen Atem brauchte Christian Schäfer bei seinem ersten Weltrekordversuch. So schnell wie möglich versuchte er, eine Briefmarke 100 Meter weit zu pusten. „Zuhause habe ich immer im Flur geübt. Hier klappte es noch besser, weil die Briefmarke auf dem glatten Boden sehr gut rutschte“, erzählt er. Mit einer Zeit von drei Minuten und vier Sekunden brauchte er über eine Minute weniger als der letzte Rekordaufsteller. „Es kommt auf die Technik an“, weiß der 18-Jährige. Beim Pusten versucht er, möglichst unter die Briefmarke zu blasen. So entsteht ein dickes Luftpolster, das die Marke weit fliegen lässt.

Genauso viel Geschick brauchte er bei seinem nächsten Rekordversuch: In nur 30 Sekunden zerriss der Sieger 36 Briefumschläge. Sein Versuch, 236 Maiskörner in nur fünf Minuten mit einem Zahnstocher einzeln aufzuspießen und zu essen, scheiterte: Der 18-Jährige schaffte in dieser Zeit nur 175 Körner.

Dass Christian Siegen nicht nur enorm geschickt ist, sondern auch was im Köpfchen hat, bewies er mit dem nächsten Rekord: In nur einer Minute merkte sich der Gymnasiast 207 Binärzahlen. Damit schlug er den alten Rekord, der bei 75 Ziffern lag, um Längen. Außerdem konnte er sich in zwei Minuten 20 Geburtsdaten merken.

Ausdauer brauchte Jennifer Davies für ihren Versuch: 24 Stunden pfiff die 36-jährige Kanadierin Lieder von Sri Chinmoy, dem Initiator der Impossibility Challenger. Für jede Stunde Pfeifen standen ihr exakt fünf Minuten Pause zur Verfügung. Insgesamt stellten die elf Teilnehmer 19 Rekorde auf.

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