Dachau - Im Juli 2010 ging der Bürgerentscheid für den Ausstieg der Stadtwerke Dachau aus der Beteiligung am Kohlekraftwerk Lünen durch. Über ein Jahr ist vergangen - was seitdem passiert ist, weiß keiner.
Was seit dem Bürgerentscheid 2010 in Sachen Ausstieg aus dem Kohlekraftwerk Lünen passiert ist, weiß niemand genau. „Jedenfalls nicht die Öffentlichkeit“, sagt Michael Eisenmann von der Bürgerinitiative Kontra-Kohlestrom-Dachau. Das will die BI nun ändern: mit einem offenen Brief an OB und Stadtwerke.
Dass der Ausstieg aus dem Kohlekraftwerk Lünen eventuell bis 2023 gar nicht möglich sein könnte, war schon vor dem Bürgerentscheid klar. Das Kraftwerk ist bereits im Bau, soll 2012 ans Netz gehen. Erst 20 Jahre nach Inbetriebnahme kann die Stadt den Vertrag mit 781 000 Euro Kapitalanteil kündigen. Die einzige Alternative: die Dachauer Anteile verkaufen. Im September 2010 wurden die Anteile im Internet ausgeschrieben. Aber wie ging es weiter?
Der Werksleiter der Stadtwerke, Robert Haimerl, möchte sich nicht zum Thema äußern. Er vertröstet auf den Werksausschuss, geplant für Ende November. Dann sollen die Stadträte informiert werden - und hoffentlich auch die Öffentlichkeit. (np)
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