Dachau - Für Spinale Muskelatrophie soll eine Therapie gefunden werden. Der Dachauer Andreas Mörl ist Initiator der Aktion "Muskeln für Muskeln" und Vater einer an SMA erkrankten Tochter.

Andreas Mörl (rechts) verkauft ein Trikot zugunsten der Stiftung „Eine Therapie für SMA“. Seine Tochter leidet an dieser Art des Muskelschwunds. foto: dieter michalek
Wie wunderbar etwas wachsen kann, wenn Menschen sich zusammen tun und für eine gemeinsame Sache einstehen, zeigt „Muskeln für Muskeln“. Zum zweiten Mal tritt die Aktion - Sportler unterstützen die Forschung gegen Spinale Muskelatrophie - als Partner der Ismaninger Winterlaufserie auf und verbucht nur eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung beachtliche Erfolge. Initiator ist der Dachauer Andreas Mörl. Er ist Vater einer von der Spinalen Muskelatrophiebetroffenen Tochter.
„Wir sind keine Spendenorganisation, unterstützen aber Organisationen, deren Spendenerlöse direkt für die SMA-Forschung eingesetzt werden“, erklärt Florian Bauer. Der Haidhausener unterstützt seinen Freund und Sportkumpanen „Ändi“ mit Rat und Tat.
Die Tochter des Dachauers Andreas Mörl leidet seit ihrer Geburt an SMA. In Emmas zehnten Lebensmonat stellten die Ärzte „eine fehlende Körperspannung“ fest. Die heute Sechsjährige hat einen Gendefekt, der motorische Nervenzellen im Rückenmark absterben lässt, so dass im gesamten Körper ein Muskelschwund verursacht wird. Betroffen sind in erster Linie Kinder und Jugendliche, derzeit gibt es in Deutschland 5000 SMA-Fälle. Kinder mit SMA I sterben meist schon vor dem zweiten Lebensjahr, SMA-II-Patienten verbringen ihr kurzes Leben im Rollstuhl. Eine Therapie gegen SMA gibt es bislang nicht.
„In diesem Jahr kommen über ‚Muskeln für Muskeln‘ sicher 10 000 Euro zusammen“, erzählt Mörl stolz.
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