Dorfen - Der amerikanische Weltstar Tony Carey, der in Dorfen lebt, will in seiner neuen Heimat Gutes tun. Mit einem Benefizkonzert in der Hofgalerie in Jaibing unterstützt er den neuen Verein „Hand in Hand“.

Hand in Hand: Tony Carey (l.) beim Redaktionsbesuch in Dorfen, mit Redakteur Wolfgang Krzizok. Foto: Lang
Er war der beste Keyboarder, den Ritchie Blackmore in seiner Band Rainbow jemals hatte. Nach seiner Rainbow-Zeit landete Carey unter anderem mit seinem Planet P Project und dem Song „Why me?“ 1983 auf Platz 1 der US-Charts und wurde auch in Deutschland rauf und runter gespielt. Zusammen mit Peter Maffay, Milva, José Carreras und Chris Norman produzierte er sehr erfolgreiche Alben.
Aber der Vollblutmusiker mit indianischen Wurzeln steht nicht auf Showrummel. Er lebt zurückgezogen mit seiner Frau Sylvia und seiner Tochter Joanna in der Gemeinde Dorfen, wo er die Ruhe und die Natur genießt. Von hier aus ist der Singer-Songwriter auch weiterhin als Musiker und Produzent weltweit erfolgreich unterwegs.
Aber der gebürtige Kalifornier will auch was für seine neue, liebgewonnene Heimat tun und engagiert sich jetzt für den gemeinnützigen Verein „Hand in Hand“, der von Hofgalerie-Wirtin Inge Herl federführend erst vor ein paar Wochen gegründet wurde. Die Mitglieder, insbesondere Carey als Ehrenmitglied, wollen Demenzkranken und Hilfsbedürftigen helfen.
„Es wird sehr emotional werden“, verspricht Carey. Von Blues bis zum Prog-Rock - und natürlich seine in Deutschland so beliebten Balladen wie „Room with a view“ (Platz 3 im Jahr 1988) - werden zu hören sein. Carey verkauft auch seine über 30 produzierten CDs, sowie T-Shirts für den guten Zweck. Auch zahlreiche weitere Sponsoren hätten sich spontan bereit erklärt, das Konzert zu unterstützen, erzählt der Künstler begeistert.
Seine gemeinnützige Ader hat der 58-jährige Musiker vor vielen Jahren entdeckt: „Ich habe schon ein Konzert für Obdachlose in Berlin gegeben und beim Weihnachtsessen von Frank Zander gespielt.“ Zu helfen sei für ihn selbstverständlich. „Das kostet mich so wenig, und was ich zurück kriege, ist ein Riesengewinn“, sagt er.
Tony Carey weiß, was es heißt, krank zu sein. Er hatte Krebs und musste fünfmal operiert werden. „Ich hatte zwei septische Schocks, und die Chancen zu überleben waren sehr gering“, meint er nachdenklich. Jetzt hat er alles überstanden und ist voller Tatendrang. Das Benefizkonzert sei erst der Anfang, berichtet er. Carey will seine guten Kontakte zur Branche für weitere Gigs spielen lassen, verrät er, aber noch nicht mehr.
Alle Informationen zum Benefizkonzert gibt es unter www.hofgalerie-dorfen.de.
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